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Industrieproduktion in Indien


Fahrradrikscha in Indien
Fahrradrikscha in Indien

Indien gehört zu den weltweit führenden Produzenten von Eisenerz, Steinkohle, Bauxit und Glimmer (rund 60 Prozent der Weltproduktion). Ebenfalls Bedeutung haben Mangan, Ilmenit (Titanerz), Kupfer, Erdöl, Erdgas (in kleineren Mengen), Chrom, Graphit, Phosphat, Zink, Gold und Silber. Diese vielfältigen Bodenschätze bildeten die Grundlage für den Aufbau eines diversifizierten Produktionssektors. Die Förderung von Erdöl konzentriert sich auf die Bundesstaaten Gujarat und Assam sowie auf Offshore-Vorkommen im Golf von Cambay. Die Fördermenge entspricht etwa 60 Prozent des indischen Erdölbedarfs.

Indien verfügt über einen diversifizierten produzierenden Sektor, der etwa ein Viertel zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Hinsichtlich der Produktionsmengen dominiert der moderne Sektor mit einigen Großkonzernen, insbesondere in der Schwerindustrie. Beschäftigungspolitisch spielen dagegen die kleineren, oft in Familienbesitz befindlichen Handwerksbetriebe eine größere Rolle. Die älteste und immer noch wichtigste Branche ist die Textilindustrie (hauptsächlich Baumwollstoffe). In den meisten Städten gibt es mindestens eine Baumwollfabrik.

Die Eisen- und Stahlindustrie hat seit den fünfziger Jahren einen gewaltigen Aufschwung erlebt. Zu den weiteren wichtigen Branchen gehört die Verarbeitung von Tee, Getreide, Ölsamen, Zucker, Tabak und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Daneben spielen das Druck- und Verlagswesen, die petrochemische Industrie, die Elektro- und Elektronikindustrie sowie die Herstellung von Kraftfahrzeugen eine große Rolle. Ebenfalls bedeutend ist die Produktion von Papier, chemischen Erzeugnissen, Baustoffen, Leder- und Metallwaren sowie Eisenbahnzulieferteilen.

Auch die Computerindustrie, insbesondere der Softwarebereich, hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Aufschwung erlebt. Die südindische Stadt Bangalore gilt als das „Silicon Valley” Indiens.

Etwa 84 Prozent des indischen Energiebedarfs werden über Wärmekraftwerke unter Einsatz von Kohle oder Erdöl gedeckt. 12,3 Prozent werden in Wasserkraftwerken und weitere 2,9 Prozent in Kernkraftwerken wie in Kota oder in der Nähe von Mumbai erzeugt. Obwohl die Kapazitäten ständig erweitert werden, können sie nicht mit dem zunehmenden Bedarf mithalten; daher kommt es häufig zur Energieknappheit, unter der insbesondere das produzierende Gewerbe zu leiden hat. Die Währungseinheit in Indien ist die Rupie zu 100 Paise.

Die 1934 gegründete und 1949 verstaatlichte Reserve Bank of India wirkt als Zentralbank und zentrale Notenbank. Durch eine Serie von Verstaatlichungen gelangte die Mehrzahl der kommerziellen Banken in öffentliche Hand. Es gibt zwar etwa 300 registrierte kommerzielle Bankinstitute, 80 Prozent der Einlagen und Kredite laufen aber über die 28 staatlichen Banken. Das Kreditwesen im ländlichen Indien hat zur Verschuldung weiter Kreise der Bevölkerung geführt. Um diese Probleme zu lösen, wurden Kreditgesellschaften und Bankkooperativen gegründet; Ziel war insbesondere, den Bauern Kredite zum Erwerb von Saatgut, Düngemitteln und anderen landwirtschaftlichen Gütern zu ermöglichen.

Aufgrund des bis vor kurzem noch geltenden starken Protektionismus war das Außenhandelsvolumen im Vergleich zur Größe und Diversifizierung der indischen Wirtschaft eher gering. Dazu kam ein ständiges Handelsdefizit, das durch den Import von Öl, Rohstoffen, Maschinen, Konsumgütern, Schmuck, chemischen Stoffen und Düngemitteln entstanden war und durch Schmuggel im großen Stil noch verschärft wurde. Die Exporte sind äußerst vielfältig; wichtig sind Textilien, Kleidung, Agrarprodukte, Schmuck und Juwelen, Lederwaren, Tee, Gewürze, Werkzeugmaschinen und chemische Grundstoffe. Etwa 12 Prozent der jährlichen indischen Exporte gelangen in die Vereinigten Staaten, die auch 9 Prozent der Importe liefern. Zu den weiteren wichtigen Handelspartnern gehören Deutschland, Japan, Großbritannien, Belgien, Saudi-Arabien, die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Singapur, Australien, die Niederlande und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Zu Beginn der Unabhängigkeit 1947 gehörte Indien zu den verkehrsmäßig am besten erschlossenen früheren britischen Kolonien; insbesondere das Eisenbahnnetz war vorbildlich ausgebaut. Seitdem wurde die bestehende Infrastruktur durch Verlängerung des Straßennetzes und die Einrichtung eines Binnenflugverkehrs stark ausgeweitet. Der Großteil des Güterverkehrs wird aber immer noch über das staatliche Eisenbahnnetz abgewickelt. Die Gesamtlänge des Schienennetzes beträgt etwa 63 500 Kilometer (2005); 17 Prozent davon sind elektrifiziert. Es werden drei unterschiedliche Spurbreiten verwendet. Die Länge des Straßennetzes beträgt etwa 3,4 Millionen Kilometer (2002); etwa 47 Prozent davon sind befestigt. Die wichtigsten indischen Häfen wie Kalkutta, Mumbai, Madras und Vishakhapatnam werden von Fracht- und Passagierschiffen aus allen Teilen der Erde angelaufen. Vor allem für den Frachtverkehr haben auch die Binnenwasserstraßen des Landes Bedeutung. Der zivile Luftverkehr wurde 1953 verstaatlicht: Die Fluggesellschaft Air India übernimmt internationale Langstreckenflüge, Indian Airlines wickelt den Binnenflugverkehr ab. Seit 1991 wurden einige nationale Luftstraßen für den privaten Sektor geöffnet. Das Flugverkehrsaufkommen ist erheblich gestiegen, heute wird nicht mehr nur zwischen den Großstädten ein regelmäßiger Flugverkehr aufrechterhalten, sondern auch zu abgelegenen Teilen des Himalaya und des Nordosten Indiens. "Indien" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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