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Indien vom 4. bis 9. Jahrhundert


Gupta-Reich
Gupta-Reich

Unter der Gupta-Dynastie, die ab 320 herrschte und als Großmacht etwa 160 Jahre Bestand hatte, erlebten große Teile Indiens eine längere Friedensperiode, begleitet von wirtschaftlichem Wachstum und kultureller Blüte. Eine neue höfische Zivilisation entfaltete sich, große Werke der klassischen Sanskrit-Literatur entstanden. Ebenso bedeutsam war die Renaissance des Hinduismus, der über lange Zeit verfallen war und jetzt Elemente des Buddhismus aufnahm. Architektonische Zeugnisse dieser Zeit sind u. a. die hinduistischen Tempel von Elephanta und Ellora sowie die Höhlen von Ajanta.

Kumaragupta (Regierungszeit 415-455) wahrte zwar noch den Bestand des Reiches, sah sich jedoch schon mit den Hephthaliten (auch Weiße Hunnen genannt) konfrontiert. Aus Zentralasien über das Sassanidenreich vorgedrungen, zerstörten die Hephthaliten im letzten Drittel des 5. Jahrhunderts das Gupta-Reich, konnten selbst jedoch keine dauerhafte Herrschaft etablieren und wurden etwa ein halbes Jahrhundert später großenteils wieder aus Indien vertrieben (im heutigen Bundesstaat Rajasthan finden sich Stämme, die als Nachfahren der Hephthaliten gelten).

In Nordindien entfaltete sich bis zu Beginn des 7. Jahrhunderts ein neues mächtiges Reich, das von Harshavardhana (Regierungszeit 606-647), dem letzten buddhistischen Großkönig der indischen Geschichte, gegründet worden war. Unter ihm kam es zu einer Renaissance der Gupta-Kultur; zu den Errungenschaften dieser Epoche gehören die Chroniken des großen chinesischen Mönches und Geschichtsschreibers Xuanzang. Von seinem Zentrum Kanauj am Ganges (südöstlich von Delhi) aus sicherte sich Harshavardhana die Kontrolle über fast den gesamten Subkontinent. Sein Versuch, auch das Hochland von Dekkan zu unterwerfen, scheiterte jedoch. Nach Harshavardhanas Tod zerfiel das Reich in zahlreiche untereinander zerstrittene Kleinstaaten und Fürstentümer.

Seit Beginn des 8. Jahrhunderts drangen die Araber von Westen aus nach Indien vor, eroberten größere Gebiete (712) und brachten den Islam, dessen Verbreitung jedoch zunächst auf das arabisch beherrschte Territorium beschränkt blieb. Bis zum Ende des 10. Jahrhunderts waren die Araber wieder aus Indien verdrängt. Die Periode staatlicher Zersplitterung fand mit der Eroberung durch Sultan Mahmud von Ghasni (Regierungszeit 999-1030) ein Ende. Im Jahr 1000 unternahm Mahmud die erste von insgesamt 17 aufeinander folgenden Expeditionen über die afghanische Grenze nach Indien, in deren Verlauf er seine Herrschaft bis tief nach Nordindien hinein ausweiten konnte, wobei ihm die politische Zersplitterung der Region sein Eroberungswerk wesentlich erleichterte. Mahmud plünderte zahlreiche westindische Städte, darunter auch die für ihren sagenhaften Reichtum bekannte Hafenstadt Somnath, und gliederte die Punjab-Region seinem Reich ein, das unter Mahmuds ghasnawidischen Nachfolgern wieder zusammenbrach.

Daher gilt erst Muhammad von Ghur vielen Historikern als der eigentliche Begründer dauerhafter muslimischer Herrschaft in Indien. Seine Eroberungszüge begannen 1175, und im Lauf der darauf folgenden drei Jahrzehnte unterwarf er die gesamte Ebene zwischen Indus und Ganges westlich von Benares (dem heutigen Varanasi). Zentrum seines Großreiches war Ghur (nördlich von Kabul). 1206 wurde er von Qutb-ud-Din Aibak ermordet, seinem früheren Sklaven, den er zum Vizekönig in Delhi gemacht hatte, und der sich nun zum Sultan erhob.

Die von Qutb-ud-Din gegründete so genannte Sklavendynastie herrschte über ein Großreich vom Indus bis zum Ganges und von Kaschmir bis zum Fluss Narmada. Sie ging 1288 unter, nicht zuletzt aufgrund der Erbfolgeregelung, die nur ehemaligen Sklaven die Thronfolge erlaubte, aber eben darum zerstörerische Rivalitätskämpfe auslöste.

Ein weiterer bedeutender Muslimherrscher war Ala ad-Din Khalji (Regierungszeit 1296-1316), der zweite Herrscher der Khalji-Dynastie, die auf die Sklavendynastie gefolgt war. Ala ad-Din konsolidierte das indische Reich und eroberte das Hochland von Dekkan. Noch vor dem Ende seiner Regierungszeit begannen die Mongolen von Norden her nach Indien einzudringen. Der letzte bedeutende Sultan von Delhi, Mohammed Bin Tughluq (Regierungszeit 1325-1351), provozierte durch grausame Herrschaft, religiösen Fanatismus und wirtschaftliche Ausbeutung Aufstände sowohl seiner muslimischen als auch seiner hinduistischen Untertanen. Sein Reich zerfiel schließlich durch Bürgerkriege und den Abfall von Provinzen und wurde leichte Beute des mongolischen Eroberers Timur-i Läng (Tamerlan), der 1398 in Indien einfiel. Nachdem Timur-i Läng Delhi geplündert und zerstört und unter der Bevölkerung ein Blutbad angerichtet hatte, zog er sich wieder aus Indien zurück, das wieder in kleinere politische Einheiten zerfiel. In einigen von ihnen hielt sich die Timuriden-Dynastie bis 1451, als sie von der Lodi-Dynastie verdrängt wurde, die die Nachfolge der Sultane von Delhi beanspruchte. Erst im 16. Jahrhundert gelang dem aus Usbekistan stammenden Babur, einem Nachkommen Timur-i Längs und Dschingis Khans, nach dem Sieg über den Sultan Ibrahim Lodi (1526) innerhalb weniger Jahre wieder die Bildung eines islamischen Großreiches in Indien. Babur erhob sich zum Kaiser über sein Großreich und begründete die Mogul-Dynastie. "Indien" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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