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Indische Kunst


Ein Palast in Indien
Ein Palast in Indien

Vor allem die frühe indische Kunst und Architektur spiegelt die wechselseitigen Einflüsse von Hinduismus, Buddhismus und Jainismus wider. Dies zeigt sich etwa in der Kunst von Madhura, Gupta und Gandhara, Letztere mit ihrer Mischung hellenistischer und indischer Elemente, in den Fresken von Ajanta, den Felsreliefs bei Mahabalipuram und den Nataraja bei Chidambaram. Die vermutlich älteste noch erhaltene theoretische Abhandlung über Drama, Musik und Tanz, die so genannte Natya Shastra von Bharata (etwa 300 v. Chr.), bildete die Grundlage einer hoch entwickelten Tradition in den darstellenden Künsten.

Am Ende der Regierungszeit von Harshavardhana im 7. Jahrhundert kam es in Nordindien zu einem gewissen Verfall der klassischen indischen Kunst und Kultur.

Es begannen sich neue soziopolitische Formen zu entwickeln, während im Süden zur Zeit des Pallava- und später des Chola-Reichs Kunst und Architektur eine Blüte erlebten. In dieser Zeit des Wandels fand in Nordindien im 11. und 12. Jahrhundert eine tief greifende Erschütterung der kulturellen Entwicklung statt, ausgelöst durch mehrere Eroberungswellen aus Zentralasien, die mit dem Islam einen völlig anderen Glauben mit sich brachten. Einige der ältesten Bildungszentren, wie die buddhistische Universität in Nalanda, wurden im 11. Jahrhundert von den Türken vollkommen zerstört. Mitte des 16. Jahrhunderts gründete Babur, ein Nachfahre des Mongolen Timur-i Läng, die Mogul-Dynastie und eroberte ganz Nordindien. Der Islam mit seiner Kosmogonie und seiner Ablehnung jeder Form der Idolatrie unterschied sich grundlegend vom Hinduismus und anderen östlichen Religionen.

In der Folgezeit wurden zahlreiche Tempel und Heiligtümer, wie etwa der Jagannatha-Tempel in Puri, geplündert. Einige spätere mongolische Herrscher interessierten sich jedoch für das Sanskrit und dessen zentrale Schriften, wie die mathematische Abhandlung von Bhaskara, der Lilavati, die ins Persische übersetzt wurde und während der Mogul-Zeit äußerst populär war.

indische Festung
indische Festung

Unter den großen Mogul-Herrschern wie Akbar erlebte das Land eine neue Blüte der Kunst; mit frischen Impulsen aus Persien entwickelte sich in Nordindien ein eigener nationaler Stil. Während der Mogul-Zeit entstanden einige der eindrucksvollsten Bauwerke in Indien, darunter der weltberühmte Taj Mahal in Agra. Hervorragende Werke entstanden aber auch auf dem Gebiet der Buchillustration und der Miniaturmalerei. Daneben entwickelte sich im Norden die hindustanische Musik. Im Süden entstand ein eigener Musikstil, die so genannte karnatische Musik. Beide Richtungen haben herausragende Komponisten und Musiker wie Tansen, Tyagaraja und – in moderner Zeit – Allauddin Khan, Ravi Shankar oder M. S. Subbulakshmi hervorgebracht. Daneben bestand eine ausgeprägte regionale Volkskultur in den darstellenden Künsten.

Während des britischen Kolonialismus wurde die kulturelle Kreativität zwar gebremst, doch entdeckten Forscher wie William Carey und Max Müller die antike und mittelalterliche indische Kultur; mit ihren Übersetzungen und Kommentaren boten sie westlichen Lesern Zugang zu den zentralen Werken. Einige Kunstformen wie der klassische indische Tanz fielen dagegen aufgrund mangelnder Förderung – sie galten dem viktorianischen Moralkodex als unschicklich – dem Niedergang anheim. Das steigende Nationalbewusstsein ging mit einer Wiederbelebung verschiedener Aspekte der indischen Philosophie und Kultur einher. Im 20. Jahrhundert wurden Versuche unternommen, Traditionen wie das Kathakali neu zu beleben. Auf dem Gebiet des Tanzes beispielsweise studierte Chandralekha die Frühformen des Bharatanatyam, und der erotische Stil des Odissi, dargestellt in vielen alten Skulpturen, ist inzwischen allgemein bekannt.

Die Armut weiter Teile der indischen Bevölkerung hat die Entwicklung eines nationalen Telefonsystems verzögert. Der staatliche Rundfunksender All India Radio sendet seine Programme in 24 Sprachen und zahlreichen Dialekten. Seit Ende der achtziger Jahre werden die staatlichen Fernsehprogramme durch zahlreiche Satellitenprogramme ergänzt, über die viele Inder zum ersten Mal westliche TV-Programme empfangen konnten. Die Presse spielt immer noch eine große Rolle. Es gibt mehr als 27 000 Zeitungen und Zeitschriften mit einer Gesamtauflage von mehr als 58 Millionen Exemplaren. Die 2 500 Tageszeitungen haben eine Gesamtauflage von mehr als 17 Millionen Exemplaren. Die Presse unterliegt keinerlei Zensur und ist der Regierung und einzelnen Politikern gegenüber oft kritisch eingestellt. Zu den einflussreichsten englischsprachigen Tageszeitungen gehören Times of India und Indian Express. "Indien" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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