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Geschichte Japans : Imperialistische Zwangsöffnung
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Eine erste Tendenz zur Öffnung Japans gegenüber der Welt zeigte sich 1720, als der Schogun Yoshimune die Ächtung europäischer Bücher aufhob (ausgeschlossen blieben christliche Texte). Anfang des 19. Jahrhunderts mehrten sich die Besuche von Europäern, meist Händlern oder Forschern, obwohl der Bann für die Ausländer nach wie vor in Kraft war. Die chonin, vor allem die großen Kaufleute, stellten die rigiden Sakoku-Regelungen zwar zunehmend in Frage, doch offizielle Änderungen blieben aus.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatten die Bemühungen Russlands, der USA und der Niederlande um eine erneute Öffnung japanischer Häfen keinen Erfolg. 1854 erzwangen die USA mit Hilfe eines Geschwaders von zehn Kriegsschiffen, das sie in die Bucht vor Edo entsandt hatten, den Abschluss des „Freundschaftsvertrags” von Kanagawa und die Öffnung der japanischen Häfen. Bis 1861 erreichten Großbritannien, Russland, Frankreich, Preußen und die Niederlande ähnliche „Ungleiche Verträge”, die ihnen beträchtliche Privilegien einschließlich der Exterritorialität zusicherten und mit denen sie sich Japan für den Handel erschlossen.

Die japanischen Kriegsherren, die nur über veraltete Waffen verfügten, waren von der militärischen Ausrüstung der Ausländer beeindruckt und wagten zunächst keinen Widerspruch. Dennoch entwickelte sich bald eine militante ausländerfeindliche Fraktion; ihre Basis bildeten einige mächtige konservative Daimyos, die sich aus der Vormacht der Tokugawa lösen zu können hofften.

Da der Kaiser die „Ungleichen Verträge” nicht sanktioniert hatte, sammelte sich der antiwestliche Patriotismus unter dem Motto „Verehrt den Kaiser, vertreibt die Barbaren” am kaiserlichen Hof und verband sich mit der Forderung nach einer Rückkehr zur direkten Kaiserherrschaft und der Abschaffung des Schogunats. Antiwestliche Ausschreitungen und Angriffe auf ausländische Schiffe in den japanischen Häfen in den Jahren 1863/64 beantworteten westliche Kriegsschiffe mit der Beschießung von Kagoshima und der Forts von Shimonoseki.

Nach bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, in denen die Macht des Schogunats weiter zerfiel, erklärte der letzte Tokugawa-Schogun, Yoshinobu, im November 1867 seinen Rücktritt.

Unter dem Einfluss der Daimyos der Anti-Tokugawa-Fraktion erklärte der erst 15-jährige Tenno Mutsuhito (1867-1912) am 3. Januar 1868 das Schogunat für abgeschafft und ernannte eine ihm unterstellte Regierung mit einem Angehörigen der kaiserlichen Familie als Regierungschef. Zugleich verfügte er die Enteignung des umfangreichen Landbesitzes seines bisherigen Schoguns; allerdings konnte er die Enteignung erst in einem kurzen, aber heftigen Bürgerkrieg durchsetzen, den die Lehnsherren

Japanische Kunst
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von Satsuma, Choshu und Tosa mit ihren Streitkräften in seinem Namen gegen die Tokugawa-Armee führten. "Japan," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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