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Griechenland im 17. Jahrhundert.


Belagerung Wiens 1529
Belagerung Wiens 1529

Durch die osmanische Eroberung kam es zur Ausbreitung des Islam in Griechenland. Muslime kamen als Beamte, Militärs und Theologen in größerer Zahl in die griechischen Städte, die durch den Basar, die religiösen Vakuf-Stiftungen, die Moscheen und die ethnisch-religiöse Einteilung der Wohnviertel einen orientalischen Charakter annahmen. Übertritte zum Islam fanden schrittweise statt. Vor allem in den ersten Jahrhunderten gab es zahlreiche Kryptochristen, die nur formal zum Islam übertraten, jedoch im Geheimen ihren christlichen Glauben weiter ausübten. Auf der Peloponnes betrug der Anteil der Muslime 1680 etwa 15 Prozent.

Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts existierte wie überall auf dem Balkan die Institution der Knabenlese (griechisch: paidomazoma): Christliche Jungen im Alter von 7 bis 15 Jahren wurden für den osmanischen Militär- und Beamtendienst rekrutiert. Sie mussten zum Islam übertreten und erhielten in Konstantinopel eine mehrjährige hohe Ausbildung. Die meisten wurden anschließend in das Janitscharen-Korps kooptiert, das in den ersten Jahrhunderten ausschließlich aus ehemaligen Christen bestand. Ein anderer Teil der Knaben kam in den Staatsdienst und nahm Stellungen bis hin zum Großwesir ein.

In den griechischen Landesteilen Makedonien und Thessalien war die Islamisierung besonders stark ausgeprägt. Hier gab es auch auf dem Lande türkische Muslime; sie waren vor allem aus Anatolien eingewandert. In Makedonien traten zudem zahlreiche Slawen (heute bezeichnet als Pomaken oder Torbeschen) und in Epirus Albaner zum Islam über. Im osmanischen Verwaltungsbezirk Thessaloniki betrug der muslimische Bevölkerungsanteil im 19. Jahrhundert 42 Prozent. 1669 eroberten die Osmanen Kreta.

Zu dieser Zeit erreichte das Osmanische Reich in Europa seine größte Ausdehnung. In der Folge des Scheiterns der Belagerung Wiens 1683 gewann Venedig für eine kurze Zeit (1699-1718) die Kontrolle über die Peloponnes zurück, ansonsten blieb Griechenland mit Ausnahme der weiterhin zu Venedig gehörenden Ionischen Inseln bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts unter osmanischer Herrschaft.

Dessen ungeachtet befand sich der osmanische Staat seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert in einer tiefen Krise. Konstantinopel – die Bezeichnung Istanbul ist erst seit dem 19. Jahrhundert üblich – konnte die Kontrolle über seine Provinzen nicht mehr effektiv ausüben. Lokale Beamte oder Grundbesitzer errichteten teils unabhängige Herrschaften und unterdrückten die Bevölkerung. Sie trieben willkürlich Steuern ein und verfügten über eigenständige bewaffnete Formationen. Viele Landstriche wurden von Klephten (griechisch: Diebe) unsicher gemacht, gut organisierten lokalen Räuberbanden, die teilweise einen bedeutenden militärischen Machtfaktor darstellten. Die griechische Nationalhistoriographie sieht in den Klephten Vorkämpfer für die nationale Befreiung. "Griechenland" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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