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Geschichte von Argentinien : Provisorische Präsidenten und Gewählte Präsidenten (1949-1963)
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Am 16. Juni 1955 wagten politisch Andersdenkende innerhalb der argentinischen Marine und der Luftwaffe in Buenos Aires einen Aufstand. Die Armee blieb jedoch loyal, so dass die Rebellion schnell im Keim erstickt wurde. Die Spannung nahm in den darauf folgenden Wochen zu, als Splittergruppen innerhalb der Regierung und der Armee ein Manöver vorbereiteten. Am 16. September schließlich unternahmen die Rebellen aus allen drei Abteilungen der Armee einen gemeinsamen Aufstand. Nachdem während der ersten drei Tage des Bürgerkrieges annähernd 4 000 Menschen getötet worden waren, dankte Perón ab. Am 20. September trat der Rebellenführer Major General Eduardo Lonardi mit dem Versprechen, die Demokratie wiederherzustellen, das Amt des provisorischen Präsidenten an. Perón ging zunächst nach Paraguay und später nach Spanien ins Exil.

Die Regierung Lonardi wurde in weniger als zwei Monaten durch einen unblutigen Staatsstreich, an dessen Spitze Major General Pedro Eugenio Aramburu stand, beendet.

Aramburu schaffte die Verfassung von 1949 ab und stellte den Status von 1853 wieder her, nach dem ein Präsident nicht zweimal hintereinander gewählt werden konnte. Ein Aufstand der Peronisten wurde im Juni 1956 niedergeschlagen. Tausende wurden verhaftet und 38 vermeintliche Peronisten hingerichtet.

Im Juli wurden die Wahlen für eine Verfassungsversammlung abgehalten. Die gemäßigte Radikalpartei mit Ricardo Balbín an der Spitze erhielt die meisten Stimmen, gefolgt von der linksgerichteten Radikalpartei mit Arturo Frondizi als Vorsitzendem. Die Peronisten, die als Partei verboten waren, wurden von ihrem Anführer aus dem Exil aufgefordert, bei den Wahlen leere Stimmzettel abzugeben. Diese Form des Wahlboykotts, die auch von einigen kleineren Gruppen unterstützt wurde, praktizierte etwa ein Viertel der Wähler.

Die Verfassunggebende Versammlung in Santa Fe nahm im September 1956 einstimmig die Verfassung von 1853 an, nachdem sich die Radikale Partei (Partido Intransingente) und einige andere distanziert hatten. Mit Unterstützung von Peronisten und Kommunisten ging Frondizi als Sieger aus der Präsidentschaftswahl im Februar 1958 hervor. Im Parlament erzielte die Radikale Partei eine Mehrheit. Die parlamentarische Regierung wurde am 1. Mai 1958 wiederhergestellt.

Trotz der Unruhen unter den Arbeitern und ständig steigender Lebenshaltungskosten, konnte Anfang 1959 mit Hilfe beträchtlicher ausländischer Kredite eine gewisse Stabilität erreicht werden. Argentiniens Mitgliedschaft in der 1960 gegründeten Lateinamerikanischen Freihandelsgesellschaft trug während der Jahre von 1960 bis 1980 zum Ausbau der Handelsbeziehungen mit anderen lateinamerikanischen Ländern bei.

Im Jahr 1961 verringerte sich Frondizis Popularität merklich. Bei den im März 1962 abgehaltenen Wahlen nahmen die Peronisten wieder teil und erhielten etwa 35 Prozent der abgegebenen Stimmen. Frondizi verbot zwar fünf erfolgreichen peronistischen Kandidaten, das gewählte Amt des Provinzgouverneurs anzunehmen, wurde aber aufgrund seiner nachsichtigen Haltung gegenüber den Peronisten Ende März seines Amtes enthoben. Gemäß der Verfassung wurde José María Guido Frondizis Nachfolger im Amt des Staatspräsidenten.

Die Regierungszeit Guidos wurde von den Streitkräften bestimmt. Im Juli 1963 wurden sowohl Peronisten als auch Kommunisten von den Nationalwahlen ausgeschlossen. Wahlsieger wurde Arturo Illía, ein gemäßigtes Mitglied der Radikalen Volkspartei. Illía verkündete ein Programm, dessen Ziel in der Sanierung der Wirtschaft und der Regulierung der Investitionen aus dem Ausland lag. Mittels Preiskontrollen und Mindestlöhnen versuchte

Arturo Illía
Arturo Illía
er, der Preissteigerung, der Warenknappheit und den Unruhen in der Arbeiterschaft entgegenzuwirken. Argentinien," Microsoft® Encarta
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