Geschichte Vietnams von 1950 bis 1976
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Fotografien Vietnam |
Die kriegerischen Auseinandersetzungen dauerten beinahe neun Jahre. Die Vietminh zogen sich in die Berge zurück, wo sie ihre Truppen aufbauten, während die Franzosen eine gegnerische Regierung unter Kaiser Bao Dai, dem letzten Herrscher der Nguyen-Dynastie, in den stark bevölkerten Regionen entlang der Küste errichteten. Den Vietminh mangelte es an militärischer Stärke, um den Franzosen eine Niederlage beizubringen. Sie beschränkten ihre Aktivitäten daher auf die Guerillakriegsführung. Von 1953 bis 1954 befestigten die Franzosen einen Militärstützpunkt bei Dien Bien Phu, den die Vietminh nach monatelanger Belagerung und vielen Todesopfern in der entscheidenden Schlacht von Dien Bien Phu einnahmen. Die Franzosen konnten sich in der Folgezeit dem Druck einer kriegsmüden Nation im Heimatland nicht widersetzen und willigten im Juni 1954 in kriegsabschließende Verhandlungen ein. Auf der Indochina-Konferenz in Genf wurde die Teilung Vietnams am 17. Breitengrad beschlossen. Die Vietminh zogen sich in den Norden des Landes zurück, während die Franzosen und ihre vietnamesischen Verbündeten den Süden einnahmen. |
Um einer endgültigen Teilung des Landes entgegenzuwirken, wurde ein politisches Protokoll verfasst, das freie Wahlen für die Wiedervereinigung des Landes zwei Jahre nach Unterzeichnung des Vertrags festlegte. |
Nach der Genfer Konferenz nahmen die Vietminh in Hanoi Abstand von weiteren bewaffneten Kampfhandlungen und begannen mit dem Aufbau einer kommunistischen Gesellschaft. In der südlichen Hauptstadt Saigon wurde Bao Dai bereits kurz darauf von einem neuen Regime unter dem antikommunistischen Ministerpräsidenten Ngo Dinh Diem gestürzt. Mit diplomatischer Unterstützung vonseiten der Vereinigten Staaten weigerte sich Diem, freie Wahlen abzuhalten und leitete Schritte gegen den kommunistischen Einfluss im Süden in die Wege. 1959 kam Diem in ernsthafte Schwierigkeiten. Angeprangert wurden seine unkooperative Haltung gegenüber der inländischen Opposition, seine Begünstigung römisch-katholischer Freunde sowie der Fehlschlag seiner Sozial- und Wirtschaftspolitik. Die Kommunisten sahen ihre Stunde für einen Revolutionskrieg gekommen. |
Im Herbst 1963 wurde Diem durch einen Militärputsch seiner eigenen Generäle gestürzt und ermordet. Anfang 1965 griffen die USA unter US-Präsident Lyndon Johnson offen in den darauf folgenden Krieg zwischen den beiden Landesteilen ein – unter intensiver Bombardierung Nordvietnams sowie durch die Entsendung von US-Kampftruppen in den Süden |
1968 entschloss sich die Johnson-Regierung, den Weg der Verhandlungen anzustreben, nachdem die blutige und schlagkräftige Tet-Offensive der Vietminh das neue, autoritäre Saigon-Regime unter Staatspräsident Nguyen Van Thieu bis in die Grundmauern erschüttert hatte. Ho Chi Minh starb 1969. Sein Nachfolger wurde Le Duan, ein weiterer Anführer der Revolution. Der neue US-Präsident Richard Nixon verfolgte den von Johnson eingeschlagenen politischen Kurs weiter, wobei er allmählich die US-Truppen aus dem Land abzog. Im Januar 1973 endete der Krieg kurzzeitig mit der Unterzeichnung eines Friedensvertrags in Paris. Der Vertrag sah den vollständigen Abzug der US-Truppen vor, während Hanoi stillschweigend den vom Thieu-Regime |
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amerikanischen Soldaten aus Vietnam |
vorzubereitenden allgemeinen Wahlen in Vietnam zustimmte. Das Abkommen scheiterte kurz darauf. Anfang 1975 starteten die Kommunisten eine Militäroffensive. Innerhalb von sechs Wochen brach der Widerstand des Thieu-Regimes zusammen, und am 30. April nahmen die Kommunisten Saigon ein. Im Vietnamkrieg wurden 15 Prozent der vietnamesischen Bevölkerung verwundet oder getötet. "Vietnam," Microsoft® Encarta |
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