Geschichte von Myanmar : Königreich Pagan
|
Fotografien Myanmar |
Myanmars frühe Geschichte ist von Einwanderungswellen verschiedener Völker aus dem Norden geprägt, die den Irawadi entlang nach Süden zogen, und von kulturellen Einflüssen, die über den Seeweg aus Indien kamen. Die ersten Einwanderer waren die Mon, die sich in Mittelbirma, im Irawadi-Delta und an der Küste des Golfes von Bengalen ansiedelten. Etwa ab der Mitte des ersten Jahrtausends n. Chr. errichteten sie in Myanmar ebenso wie in Siam (Thailand) Staaten und pflegten vielfältige Kontakte mit Indien. Später wanderten die Pyu aus Mittelasien ein; sie gründeten 628 n. Chr. ihre Hauptstadt in der Gegend des heutigen Prome am Irawadi. Im 9. und 10. Jahrhundert schließlich kamen Birmanen aus Tibet und Nordwestchina in das heutige Myanmar. Weitere Einwanderungswellen brachten die Shan und die Kachin in die Region, die zusammen mit den ansässigen Karen eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Landes spielten. |
Im 11. Jahrhundert unterwarfen die Birmanen die Mon-Staaten, die wiederum bereits ab dem 8. Jahrhundert die Pyu unter ihre Herrschaft gebracht hatten, und errichteten unter ihrem König Anoratha (Regierungszeit 1044-1077) ein erstes birmanisches Großreich mit Pagan als Hauptstadt. Das Reich erstreckte sich zu seiner Blütezeit im 12. Jahrhundert von dem trockenen Norden bis über die früheren Mon-Zentren Pegu und Thaton und das Irawadi-Delta im Süden. Von den Mon übernahmen die Birmanen den Buddhismus und andere kulturelle und zivilisatorische Errungenschaften, und sie bauten ihre Kontakte bis nach Ceylon aus. In der mehr als 200 Jahre dauernden Friedenszeit des Pagan-Reiches ließen die Herrscher die zahlreichen Pagoden bauen, für die Pagan heute berühmt ist. |
Der Einfall der Mongolen unter Kubilai Khan im Jahr 1287 setzte dem Reich Pagan ein Ende. Oberbirma war nun zunächst China tributpflichtig, dann bildete sich mit dem Zentrum Ava ein neues, von den Shan dominiertes Reich heraus; in Unterbirma errichteten erneut die Mon ein Reich mit der Hauptstadt Pegu. |
Toungoo-Dynastie |
Im Osten war Mitte des 14. Jahrhunderts um Toungoo ein birmanisches Königreich entstanden. Mit der Unterstützung portugiesischer Abenteurer errichtete die Toungoo-Dynastie ein Reich, dessen König Bayinnaung (1551-1581) weite Teile Birmas unter seiner Herrschaft vereinte. Nach seinem Tod führten Erbstreitigkeiten, Vorstöße der Portugiesen an der Küste, der Thai im Osten und des Reitervolkes der Manipuri im Westen zum Niedergang der Dynastie. Das Reich hatte noch bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts hinein u. a. dank eines soliden Verwaltungs- und Rechtssystems Bestand. Myanmar," Microsoft® Encarta |
![]() |
Kubilai Khan |
![]() Benutzerdefinierte Suche
|