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Geschichte von Madagaskar : Französische Herrschaft
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Die heutige Bevölkerung Madagaskars stammt vermutlich von verschiedenen, über die Jahrtausende hinweg eingewanderten Gruppen aus Indonesien, dem arabischen Raum und Afrika ab. Als erster Europäer landete der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz auf dem Weg nach Indien im Jahr 1500 auf der Insel. Im 16. Jahrhundert war Madagaskar in mehrere Königreiche gegliedert. Ab dem 16. und verstärkt im 17. Jahrhundert versuchten nacheinander Portugiesen, Engländer und Franzosen, Madagaskar in Besitz zu nehmen.

Die Franzosen fassten 1642 vorübergehend Fuß auf der Insel, wurden aber 1674 wieder vertrieben. Im 18. Jahrhundert erwarben sie schließlich einige Handelsstützpunkte an der Ostküste. Ihr Machtbereich war jedoch begrenzt, da das Königreich der Merina, eines Volksstamms malaiischen Ursprungs, in der zentralen Hochebene alle Expansionsversuche der Franzosen zurückwies.

Beginnend mit den Eroberungen des Merina-Königs Andrianampoinimerina (1787-1810) wurde Madagaskar nach und nach weitgehend zu einem Staat vereinigt. Unter dem folgenden König, Radama I. (1810-1828), gewannen die Briten an Einfluss; britische Offiziere bildeten Merina-Truppen aus, und britische Missionare führten Schulen und das Christentum ein.

Nach dem Tod Radamas erhob sich Widerstand gegen die Europäer und ihre Kultur, die Reformen wurden rückgängig gemacht, Missionare verfolgt und die Handelsbeziehungen mit Großbritannien auf Eis gelegt. Unter Radama II. (1861-1863) wurden einige der früheren Reformen wiederbelebt, jedoch fiel der frankophile König nach nur zwei Jahren im Amt dem Attentat einer konservativen Gruppe zum Opfer.

In der Folgezeit bestimmte Premierminister Rainilaiarivony die Geschicke des Landes und modernisierte es nach europäischem Vorbild umfassend u. a. mit dem Ziel, dadurch von europäischer Unterstützung und europäischen Beratern unabhängig zu werden.

In der Folgezeit bestimmte Premierminister Rainilaiarivony die Geschicke des Landes und modernisierte es nach europäischem Vorbild umfassend u. a. mit dem Ziel, dadurch von europäischer Unterstützung und europäischen Beratern unabhängig zu werden. Dennoch musste Madagaskar 1885 ein französisches Protektorat anerkennen, und 1896, nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich, wurde die Insel französische Kolonie. Königin Ranavalona III. ging ins Exil und dankte ab.

In der Folgezeit erhob sich immer wieder Widerstand gegen die französische Herrschaft, der teilweise auch in gewalttätige Aufstände mündete, so etwa 1917. Zugleich bildeten sich Unabhängigkeitsbewegungen heraus. Nach der Niederlage Frankreichs im 2. Weltkrieg stellte

Charles de Gaulle
Charles de Gaulle
sich Madagaskar auf die Seite der Vichy-Regierung, woraufhin im Mai 1942 Großbritannien die Insel besetzte, um eine Übernahme Madagaskars durch die Achsenmächte zu verhindern. 1943 übergab Großbritannien die Insel an das Freie Frankreich. Madagaskar," Microsoft® Encarta
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