Geschichte Libanons
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Fotografien Libanon |
Das Phönizische Reich, dessen Hauptgebiet im heutigen Libanon lag, beherrschte als größte Handels- und Seemacht der Antike in seiner Blütezeit zwischen 1200 und 900 v. Chr. das gesamte Mittelmeer, ehe die phönizischen Städte im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Assyrern erobert wurden. Im späten 7. Jahrhundert v. Chr. wurde das Gebiet dem Babylonischen, 539 v. Chr. dem Persischen Reich einverleibt. Nach dem Sieg Alexanders des Großen über die Perser, fiel Tyros 332 v. Chr. als letzte Phönizierstadt unter griechische Herrschaft. Ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. verloren die Phönizier ihre Eigenständigkeit und gingen im Seleukidenreich auf. |
64 v. Chr. eroberte Pompeius der Große die Region und gliederte sie der römischen Provinz Syrien ein. Seit dem 4. Jahrhundert gehörte sie zu Byzanz, im 6. Jahrhundert zum Persischen Reich. Im 7. Jahrhundert hatte sich die verfolgte Glaubensgemeinschaft der Maroniten im Norden des Libanongebirges angesiedelt. |
Anfang des 7. Jahrhunderts eroberten im Rahmen der islamischen Expansion Araber große Teile Syriens, die sie dem Kalifat unterstellten. Die Eroberer gestatteten den ansässigen Christen und Juden auch weiterhin die freie Religionsausübung, besteuerten sie aber äußerst hoch. Vom 9. bis Ende des 11. Jahrhunderts herrschten ägyptisch-muslimische Fürsten über die Region. Im 11. Jahrhundert spalteten sich die im Süden des heutigen Libanon lebenden Drusen von den schiitischen Ismailiten ab. 1099 errichteten Kreuzfahrer hier während des 1. Kreuzzuges die Grafschaft Tripolis, ehe um 1280 die ägyptisch-mameluckische Eroberung einsetzte. |
Osmanische Herrschaft |
1516 eroberten die Osmanen die ganze östliche Mittelmeerküste. Unter der osmanischen Oberhoheit behaupteten zwei ansässige Dynastien die Herrschaft über den so genannten Kleinen Libanon, also das Libanongebirge und dessen Küstengebiete ohne Beirut, Tripoli und Sidon. Bis 1842 regierten drusische und maronitische Fürsten quasi als Statthalter der Osmanen autonom über diese Region. |
Nach bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Christen und Drusen, die zum Teil von Frankreich, England und dem Osmanischen Reich geschürt worden waren, wurde das Gebiet 1842 in eine drusische und eine christliche Provinz geteilt. Unter dem Druck der europäischen Mächte stimmte das Osmanische Reich 1861 einer Regelung zu, den Kleinen Libanon zu einer weitgehend autonomen osmanischen Provinz unter einem christlichen Gouverneur, der nur mit Zustimmung der europäischen Mächte ernannt werden konnte, zu machen. Dabei sollte ein Religionsproporz in Regierung und Verwaltung die friedliche Koexistenz der verschiedenen Religionsgemeinschaften gewährleisten. Diese Vereinbarung wurde während des 1. Weltkrieges von der türkischen Regierung aufgekündigt. Viele libanesische Christen wanderten wegen der |
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Jupitertempel in Baalbek. Encarta |
kriegsbedingten Hungerkrisen in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Libanon," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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