Geschichte Europas : Vor- und Frühgeschichte
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Fotografien Europa |
Bis zur Antike oder, betrachtet man ganz Europa, bis ins Mittelalter hinein war der Kontinent im Vergleich zu den Hochkulturen im Orient und in Ägypten nur wenig entwickelt. Die verschiedenen zivilisationsgeschichtlichen Entwicklungsstufen setzten in Europa daher jeweils erst wesentlich später ein als etwa im Orient. Die europäische Geschichte insgesamt ist, bedingt durch die vielfältigen geographischen Voraussetzungen, geprägt von einer Fülle verschiedenartiger ethnischer und zivilisatorischer Elemente, von umfangreichen Wanderungsbewegungen ganzer Völker und Stämme und von den Begegnungen – friedlichen und kriegerischen – der verschiedenen Ethnien und Kulturen. In ganz Europa, außer im noch vom Eis bedeckten Norden, lassen sich bereits für die Steinzeit Besiedlungen nachweisen. Aus dem Paläolithikum sind Skelettreste aus Südspanien, Südfrankreich, aus dem Raum London und aus Mitteleuropa (sieheNeandertaler) erhalten, die Höhlenmalereien von Altamira in Spanien sowie Werkzeuge und vereinzelt frühe Kunstwerke aus dem ganzen europäischen Raum. |
In Mitteleuropa setzte sich im ausgehenden Paläolithikum bereits eine sesshaftere Lebensweise durch. Kleine, feste Siedlungen sind für die Zeit des Mesolithikums für ganz Europa nachweisbar. Das Neolithikum zeichnet sich durch die Herausbildung größerer Kulturkreise aus, wie etwa die Megalithkultur in Südwest- und Westeuropa (siehe Stonehenge), die Glockenbecherkultur in Spanien, West- und Mitteleuropa, die Bandkeramikkultur in Mittel- und Osteuropa, die Schnurkeramik- oder Streitaxtkultur in Ost-, Mittel- und Nordeuropa und auf dem Balkan und die Starcevokultur in Südosteuropa. Zwischen den einzelnen Kulturen bestanden bereits umfangreiche Handelsbeziehungen (u. a. mit Bernstein); die Jagd als wichtigste Ernährungsquelle wurde von Viehzucht und Ackerbau abgelöst, was zum einen Sesshaftigkeit voraussetzte, zum anderen aber auch aufgrund der Erschöpfung des Bodens häufige Verlegung der Siedlungen zur Folge hatte. |
In der Bronzezeit drangen verstärkt Einflüsse aus dem hoch entwickelten Orient nach Europa vor, und zwar vor allem über zwei Wege: Über den Balkanraum entlang der Donau nach Mitteleuropa und bis auf die Apenninenhalbinsel; und über die Iberische Halbinsel nach West- und Mitteleuropa. Es bildeten sich nun differenziertere Kulturen heraus, wie vergleichsweise die Hügelgräberkultur in Mitteleuropa und die Urnenfelderkultur, die sich von Südosteuropa aus nach Westen ausbreitete und eine große Wanderungsbewegung in Europa auslöste. |
Wirtschaftlich ist die Bronzezeit durch die Entstehung von Bergbaugebieten gekennzeichnet, von einer stärkeren Arbeitsteilung und einer Intensivierung des europaweiten Handels (wie z. B. durch Funde von Bernstein aus dem Baltikum im griechischen Mykene dokumentiert ist), sozial durch eine stärkere Differenzierung der Gesellschaft. In der frühen Bronzezeit setzen auch die Wanderungsbewegungen der Indoeuropäer ein. Die Eisenzeit ist geprägt durch die Hallstattkultur und die La-Tène-Kultur, während der sich der Kontakt beinahe ganz Europas mit der hoch entwickelten Kultur |
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Keltische Stämme und Fundstätten. Encarta |
des antiken Mittelmeerraumes vertiefte. Träger der La-Tène-Kultur waren vermutlich die Kelten, die sich von Frankreich aus seit dem 7. Jahrhundert v. Chr., verstärkt seit Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. über die Iberische Halbinsel, Britannien und Oberitalien ausbreiteten und entlang der Donau bis nach Makedonien, Griechenland und Kleinasien vorstießen. Mit den Kelten verbreiteten sich auch die Anfänge einer städtischen Kultur (Oppidakultur); eine Staatenbildung ist im keltischen Kulturraum jedoch noch nicht zu beobachten. "Europa," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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