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Geographie von Südchina
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Die Region umfasst das Jangtsekiang-Tal und einige Gebiete im Süden des Landes. Das Jangtsekiang-Tal besteht aus einer Reihe von Becken mit fruchtbaren Schwemmlandböden. Diese Tiefebenen werden von natürlichen und angelegten Wasserwegen durchzogen. Außerdem gibt es hier zahlreiche Seen. Das Sichuan-Becken (Rotes Becken) im Westen wird von zerklüfteten Felsvorsprüngen des Zentralhochlandes eingeschlossen. Das Gebiet ist wegen seiner weiten, landwirtschaftlich genutzten Terrassenanlagen bekannt. Die Plateaus Südchinas erstrecken sich von der Tibetischen Hochebene nach Osten bis zum Meer. Das tief erodierte Yunnan-Guizhou-Plateau im Westen wird von verschiedenen Gebirgsketten eingerahmt, die durch tiefe Täler und steile Schluchten voneinander getrennt sind. Eine der bizarrsten Landschaften ist im östlichen Guizhou zu finden, wo das Gelände von hohen Bergen mit säulenartigen Gipfeln gekennzeichnet ist. Im Osten liegen die zum großen Teil kahl geschlagenen und stark erodierten Nan-Ling-Hügel. Entlang der Küste erstrecken sich die zerklüfteten südöstlichen Hochebenen. Die vielen vorgelagerten Inseln verfügen über zahlreiche natürliche Häfen. Im Süden der Nan-Ling-Hügel liegt das Xi-Jiang-Becken. Diese überwiegend hügelige Region ist mit fruchtbaren Böden ausgestattet; auch die Flusstäler sind nährstoffreich und werden landwirtschaftlich genutzt. Das breite Flussdelta des Xi Jiang wird auch Kantondelta genannt.

Im abgelegenen äußersten Südwesten Chinas liegt die Tibetische Hochebene. Das zerklüftete Bergland gehört zu den höchstgelegenen Plateauregionen der Welt. Die durchschnittliche Höhe beträgt 4 510 Meter. Die Hochebene wird von Hochgebirgen begrenzt; dies sind im Süden Himalaya, im Westen Pamir und Karakorum und im Norden Kunlun Shan und Qilian Shan. Auf der Hochebene gibt es Salzseen und Sumpflandschaften; zudem wird sie von verschiedenen Gebirgszügen durchkreuzt und ist Quellgebiet der wichtigsten süd- und ostasiatischen Flüsse wie Indus, Ganges, Brahmaputra, Mekong, Jangtsekiang und Huang He (Gelber Fluss). Die Landschaft ist karg und felsig.

Die drei längsten Flüsse des Landes, Jangtsekiang (6 300 Kilometer), Huang He (5 464 Kilometer) und Xi Jiang (2 100 Kilometer) münden in den Pazifik; nur ein kleiner Teil des Landes entwässert zum Indischen Ozean hin. Der Huang He durchfließt das Lößbergland und mündet in das Ostchinesische Meer;

aufgrund der von ihm transportierten Lößmengen erhielt er den Namen „Gelber Fluss”. Der Xi Jiang fließt in das Südchinesische Meer. Der bedeutendste Fluss im äußersten Norden des Landes ist der Amur (Heilong Jiang), der über eine lange Strecke die nordöstliche Grenze zu Russland markiert. Der Songhua (Sungari) und der Liaoe entwässern mit ihren Nebenflüssen den größten Teil der Mandschurischen Ebene und der sie umgebenden Hochländer. Zu den größten Seen Chinas zählt der Qinghai Hu. Die meisten der großen Seen Chinas liegen im mittleren und unteren Tal des Jangtsekiang. Dongting Hu und Poyang Hu gehören zu den größten Seen im Mittellauf des Flusses. Im Sommer steigen die Wasserstände der Seen stark an. Der größte Salzsee der Tibetischen Hochebene ist der Qinghai Hu (Koko Nor) im weniger hoch gelegenen Nordosten; weitere Salzseen ähnlichen Ausmaßes befinden sich auf dem Hochplateau. Über 2 000 Wasserspeicheranlagen wurden in China errichtet, vorrangig zum Zweck der Bewässerung und der Hochwasserregulierung. Die meisten dieser Anlagen sind relativ klein, die größte am Huang He umfasst ein Volumen von rund 35,4 Milliarden Kubikmetern.

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