Geschichte Ägyptens : Von der Frühdynastischen Zeit bis zur Ersten Zwischenzeit (um 3300 bis 2046 v. Chr.)
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Fotografien Ägypten |
Die Verwaltungsaufgaben, die mit der Zentralisierung an Umfang zunahmen, erforderten ein System zur Speicherung von Informationen. Wie ungefähr zeitgleich in Mesopotamien waren soziale Differenzierung und Urbanisierung auch die Geburtsstunde der Schrift (vor 3000 v. Chr.). Schrift diente rasch auch als Medium, um Herrschernamen, später historische Ereignisse zu überliefern. So sind aus den drei der Reichseinigung vorausgehenden Jahrhunderten Inschriften erhalten, die uns meist nur lokal bezeugte Königsnamen überliefern. Diese werden als die so genannte 0. Dynastie zusammengefasst, als deren letzter Herrscher Narmer gilt. Narmer konnte sich bereits in ganz Ägypten, von Hierakonpolis bis ins Nildelta durchsetzen. Dass dieser Prozess nicht unbedingt friedlich verlief, bezeugt die „Schminkpalette” des Narmer, deren Reliefs u. a. Siege Narmers über die Bewohner des Deltas festhalten. |
Am Anfang der ägyptischen Königsliste steht der Name Menes. Dem mutmaßlichen Sohn des Narmer wird die Herstellung der Reichseinheit zwischen Ober- und Unterägypten zugeschrieben, die ihn zum ersten gesamtägyptischen Pharao machte. Doch reicht der Prozess der Zentralisierung der Herrschaftsgewalt bis in die Spätzeit der Nakadakultur zurück, als sich – abzulesen an den Nekropolen der Eliten – aus lokalen Zentren allmählich großflächige Territorien formten. Die von Oberägypten ausgehende Reichseinigung war so nur noch eine Frage der Zeit. Die soziale Komplexität der Reichseinigungszeit spiegelt sich in den Königsfriedhöfen von Abydos, in der die Könige der 1. Dynastie (ca. 3032-2853) bestattet sind. |
Um das zentrale Königsgrab gruppierten sich erstmals Nebengräber, die der Bestattung von Palastangehörigen dienten. Neue Haupt- und Residenzstadt wurde Memphis an der Schnittstelle zwischen Ober- und Unterägypten, das auch symbolisch die Kluft zwischen den Reichsteilen überbrückte. Die Zeit der 1. und der 2. Dynastie, eine Phase des Übergangs, heißt nach dem Gau Thinis (um Abydos), aus dem die Königsfamilie stammte, „Thinitenzeit”. "Ägypten," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 |
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Der Nil bei Assuan. Encarta |
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