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Die Französische Revolution
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Am 5. Mai 1789 traten die Generalstände zusammen; am 17. Juni 1789 erklärten sich die Vertreter des nach wie vor deutlich benachteiligten Dritten Standes in den Generalständen zur Nationalversammlung, am 9. Juli konstituierten sie sich zur verfassunggebenden Nationalversammlung. Nach dem Pariser Volksaufstand und dem Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789, der als Beginn der Französischen Revolution gilt, sah sich der König gezwungen, die verfassunggebende Nationalversammlung als höchste Gewalt im Lande anzuerkennen. Am 4./5. August hob die Nationalversammlung die feudalen Standesrechte und sonstigen Privilegien des Adels auf, am 26. August verkündete sie die Menschen- und Bürgerrechte, am 2. November säkularisierte sie die Kirchengüter, am 19. Juni 1790 schaffte sie den Erbadel ab, und am 3. September 1791 verkündete sie die Verfassung, die eine konstitutionelle Monarchie und das Zensuswahlrecht vorsah. Gegen diese Verfassung wandten sich, besonders seit sich der König durch seine Flucht nach Varennes im Juni 1791 endgültig in Misskredit gebracht hatte, vor allem die radikaleren der politischen Klubs.

Nach dem von den radikalen Sansculotten angeführten Sturm auf die Tuilerien, der Gefangennahme der königlichen Familie und der Abschaffung der Monarchie am 10. August 1792 beschloss die am 1. Oktober 1791 zusammengetretene gesetzgebende Nationalversammlung die demokratische Wahl eines Nationalkonvents, der im September zusammentrat und am 21. September 1792 die Republik ausrief.

Auf Betreiben vor allem der radikalen Jakobiner bzw. der Bergpartei, die den Nationalkonvent dominierte, wurde am 21. Januar 1793 Ludwig XIV. hingerichtet.

Im April 1793 wurde der Wohlfahrtsausschuss als oberstes Exekutivorgan geschaffen. Auch er wurde von den Jakobinern unter der Führung von Maximilien de Robespierre beherrscht. Um eine mögliche Gegenrevolution sofort im Keim zu ersticken, errichtete der Wohlfahrtsausschuss die so genannte Schreckensherrschaft, in deren Verlauf Tausende auf der Guillotine hingerichtet wurden, darunter die ehemalige Königin Marie Antoinette, die Führer der gemäßigten Girondisten sowie zahlreiche prominente Revolutionäre wie Georges Danton.

Nach dem Sturz und der Hinrichtung Robespierres am 27. Juli 1794 übernahmen die gemäßigten Republikaner die Führung im Wohlfahrtsausschuss. Nach der Verabschiedung einer neuen, liberalen Verfassung (mit Zensuswahlrecht) lösten sich Wohlfahrtsausschuss und Nationalkonvent auf, und am 31. Oktober 1795 konstituierte sich das Direktorium als neues oberstes Regierungsorgan.

Die Revolution hatte Staatswesen und Gesellschaft in Frankreich grundlegend verändert. Von Frankreich aus breiteten sich die Ideen der Revolution über ganz Europa aus und drohten die absolute Monarchie als Staatsform insgesamt zu erschüttern. Angesichts dieser Gefahr verbündeten sich die europäischen Monarchien gegen das revolutionäre Frankreich und suchten im 1. Koalitionskrieg (1792-1797) sowohl die eigene Herrschaft zu verteidigen, als auch in Frankreich die Monarchie wiederherzustellen. Trotz aller innerer Probleme und Konflikte gelang es Frankreich, sich gegen die Übermacht der Koalition zu behaupten, sie sogar zu besiegen; im Frieden von Campo Formio 1797 gewann Frankreich die Lombardei und die Österreichischen Niederlande und sicherte sich die Anwartschaft auf das linksrheinische Territorium des Heiligen Römischen Reiches.

Hinrichtung Ludwigs XVI
Hinrichtung Ludwigs XVI
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