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Geschichte Syrien : Das französische Mandat
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Die Araber kämpften in Allianz mit Briten und Franzosen in der letzten Phase des Krieges gegen die Türken und nahmen 1918 an der Belagerung von Damaskus teil. Im Jahr 1919 zogen sich die britischen Streitkräfte aus jenen Regionen zurück, die Frankreich zugesprochen worden waren, und überließen den französischen Truppen die Kontrolle. Im folgenden Jahr erhielt Frankreich – in der Annahme, Syrien und Libanon würden innerhalb eines absehbaren Zeitraumes unabhängig – vom Völkerbund ein Mandat über die beiden Länder.

Die antitürkischen Emotionen in Syrien schlugen schnell in antifranzösische um, und die Unabhängigkeitsbestrebungen verstärkten sich. Frankreich schlug 1920 einen bewaffneten Aufstand nieder und auch einen zweiten, besser organisierten, der von 1925 bis 1927 dauerte. Im Jahr 1938, bald nachdem französische und syrische Politiker eine vertragliche Vereinbarung erzielt hatten, welche die vollständige Unabhängigkeit Syriens vorsah, weigerte sich die französische Regierung, den Vertrag zu ratifizieren – u. a., weil Frankreich die Kontrolle über die Region wegen ihrer militärischen Lage für wichtig erachtete. Im folgenden Jahr gab Frankreich den ehemaligen türkischen Verwaltungsbezirk (sanjak) Alexandretta (siehe İskenderun) an die Türkei zurück. In diesem Bezirk lag die alte syrische Hauptstadt Antiochia.

Diese Ereignisse ließen die Feindseligkeiten Syriens gegen Frankreich eskalieren. Dennoch erklärten viele prominente politische Persönlichkeiten in Syrien ihre Loyalität gegenüber Frankreich und den Alliierten, als der 2. Weltkrieg 1939 ausbrach. Nach der deutschen Eroberung Frankreichs 1940 geriet Syrien unter die Kontrolle des Vichy-Regimes.

Britische und freiwillige französische Truppen marschierten jedoch in Syrien ein und eroberten dieses 1941. Später im selben Jahr erkannte die französische Exilregierung formell die Unabhängigkeit Syriens an, beendete die Besetzung des Landes jedoch nicht. Mit den Wahlen von 1943 wurde eine neue Regierung unter der Präsidentschaft des syrischen Nationalisten Shukri al-Kuwatli gebildet, einem der Führer des Aufstands von 1925 bis 1927 gegen die Franzosen. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 versuchte Frankreich erneut, Einfluss auf Syrien zu gewinnen. Die daraus resultierenden antifranzösischen Aufstände konnten erst niedergeschlagen werden, als das britische Militär aufseiten der Franzosen intervenierte und sich alle französischen Truppen und das Verwaltungspersonal aus Syrien zurückzogen. 1946 verließen auch die britischen Truppen das Land. Syrien wurde Gründungsmitglied der Vereinten Nationen (1945).

"Syrien" Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Shukri al-Kuwatli
Shukri al-Kuwatli
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