Fauna und Flora in China
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Fotografien China |
Aufgrund der verschiedenen klimatischen und topographischen Bedingungen weist die Pflanzenwelt Chinas eine große Artenvielfalt auf. Ein Großteil der ursprünglichen Vegetation ist jedoch während der Jahrhunderte der Besiedlung und intensiven landwirtschaftlichen Nutzung zerstört worden. Natürliche Wälder gedeihen nur noch in den abgelegenen Bergregionen. In der Region südlich des Xi-Jiang-Tales wachsen dichte tropische Regenwälder. Diese bestehen aus Laubbäumen, die mehr als 50 Meter Höhe erreichen können, und vereinzelten Palmen. Subtropische Vegetation gedeiht im Norden des Jangtsekiang-Tales und im Westen des Tibetischen Plateaus. In dieser Zone ist die Artenvielfalt besonders reichhaltig und umfasst Eichen, Ginkgos, Bambus, Pinien, Azaleen und Kamelien. Auch Wälder aus Lorbeerbäumen und Magnolien sowie dichtes Unterholz aus kleineren Büschen und Bambusdickichten sind hier zu finden. In den höheren Lagen überwiegen Nadelbäume. |
Im Norden des Jangtsekiang-Tales liegt ein noch sehr ursprünglich erhaltener Wald mit Eichen, Eschen, Ulmen und Ahorn; Linden und Birken wachsen in der nördlichen Mandschurei. Hier gibt es im Bergland noch große Gebiete mit Lärchenwäldern, die wichtige Holzreserven darstellen. Die heute kultivierte Mandschurische Ebene wurde früher von Grassteppen mit verstreuten Baumbeständen eingenommen. Steppenlandschaften mit dürreresistenten Gräsern sind im Grenzgebiet zur Mongolei verbreitet. Die Vegetation dieser Region ist jedoch u. a. aufgrund von Bodenerosion stark beeinträchtigt. In den kargeren Gebieten im Nordwesten gedeihen vor allem krautige Pflanzen. Tundrenvegetation wächst in großen Teilen des Tibetischen Hochlandes. In den günstigeren Lagen der Trockenregionen gedeihen auch höhere Büsche und Bäume; in vielen Berggebieten finden sich Fichten- und Tannenwälder. |
Zum Schutz von Lebensräumen hat die chinesische Regierung landesweit 400 Naturreservate, die 14,8 Prozent (2007) der gesamten Landesfläche einnehmen, eingerichtet. Auch auf Provinzebene gibt es Schutzgebiete. Einige neu eingerichtete Parks, z. B. der staatliche Waldpark Zhangjiajie in Hunan, haben sich als hervorragende Investitionen erwiesen, da die lokale Wirtschaft vom Zustrom der Touristen profitiert. Auf internationaler Ebene hat China im Rahmen des Biosphäre-Programms der UNESCO sieben Biosphärenreservate deklariert. |
Die unterschiedlichen Lebensräume in China haben eine vielfältige Fauna zur Folge. Diese reicht von arktischen Arten in der Mandschurei bis zu einer reichen tropischen Tierwelt im südlichen China. Der stark gefährdete Große Panda lebt nur im Südwesten Chinas. Weitere Großraubtiere wie Braunbären und Tiger sind in abgelegenen Gebieten heimisch. Leoparden leben in der nördlichen Mandschurei, Tibet ist Lebensraum des Schneeleoparden. In manchen Regionen sind Wölfe verbreitet. Im tropischen Süden kommen mehrere Primatenarten vor, darunter Gibbons und Rhesusaffen. Antilopen, Gazellen, Gämsen, Wildpferde und andere Huftiere bewohnen die Bergregionen und Täler im Westen, der Elch besiedelt die nördliche Mandschurei. Ein seltener Paarhufer ist das Chinesische Wasserreh. Auffallende Arten der Vogelwelt sind Fasanen, Pfauen, Papageien, Reiher und Kraniche. Reptilien sind u. a. durch Alligatoren repräsentiert. Das Meeresleben, insbesondere an der Südküste, ist reichhaltig. Hier finden sich Flundern, Kabeljau, Thunfische, Krabben, Garnelen und Tintenschnecken. Die Flüsse Chinas bieten Lebensraum für verschiedene Karpfenarten, Lachse, Forellen und Welse; seltene Arten im Jangtsekiang sind der Chinesische Schwertstör und der möglicherweise ausgestorbene Chinesische Flussdelphin (Baiji). Viele Binnengewässer Chinas werden für die Fischzucht verwendet. |
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Großer Panda. Encarta |
"China," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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