Fotografien
Fauna und Flora in Polen
Fotografien Polen

Polen war ursprünglich zu großen Teilen mit Laub- und Mischwäldern bestanden. Heute sind 29,4 Prozent der Landesfläche bewaldet (2005), wobei vier Fünftel der Wälder aus Nadelwäldern bestehen. Hier sind Kiefern neben Fichten, Lärchen und Tannen vorherrschend. Seltener sind Eichen-Hainbuchenwälder oder reine Buchenwälder. In den zahlreichen Feuchtgebieten dominieren Erlen, Weiden und Pappeln; im nördlichen Polen existieren noch größere Moore.

Viele Wälder wurden abgeholzt, um Ackerland zu gewinnen. Ein Großteil ist durch regionale Luftverschmutzung stark geschädigt, vor allem in den südlichen Mittelgebirgen. Andererseits gibt es insbesondere in den zahlreichen Schutzgebieten noch Urwälder.

Polens Tierwelt ist sehr artenreich, vor allem in den Nationalparks. Im Nationalpark Białowieża, direkt an der Grenze zu Weißrussland, wurden Wisente neu angesiedelt; die dort freigelassenen Tiere stammen aus einem Zuchtprogramm, dem die letzte Herde reinblütiger Wisente zugrunde lag. In den Hochgebirgen leben noch Wölfe und Braunbären, weitere bemerkenswerte Säugetiere sind Luchse, Wildkatzen, Marderhunde, Fischotter, Elche, Mufflons, Gämsen, Biber, Feldhamster, Perlziesel und Schneehasen. Zur vielfältigen Avifauna (Vogelwelt) gehören Großtrappen, Auerhühner, Weiß- und Schwarzstörche sowie See-, Fisch- und Schreiadler. Die ökologische Gesamtsituation in Polen ist kritisch. Die Energieversorgung des Landes basiert auf der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Viele Baumbestände sind durch den sauren Regen geschädigt.

Polen hat außerdem mit der Wasserverschmutzung zu kämpfen, die durch den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft verursacht wird. Die Küsten an der Ostsee sind stark verschmutzt. Doch die Situation hat sich mittlerweile verbessert. Die Immissionsschutzmaßnahmen in Bezug auf Industrie- und Autoabgase orientieren sich an westeuropäischen Standards. Viele veraltete Industriebetriebe, die einst zu den Hauptverursachern der Umweltverschmutzung gehörten, wurden stillgelegt oder modernisiert. Als Folge davon sind einige Gebiete weniger verschmutzt. Polen verfügt über 17 Nationalparks. Insgesamt stehen 28,1 Prozent (2007) der Landesfläche unter Naturschutz. Im Rahmen des Biosphärenprogramms der UNESCO wurden sieben Biosphärenreservate ausgewiesen.

Polen

Polen. Encarta

Die Flüsse von Polen
Nahezu alle Flüsse in Polen gehören zum Einzugsgebiet von Oder und Weichsel, die nach Norden in die Ostsee münden. Polen umfasst etwa 10 000 Seen mit einer Fläche von mehr als einem Hektar. Zwei Seen, der Spirdingsee (Śniardwy) und der Mauersee(Mamry), sind über 100 Quadratkilometer groß. Die seenreichsten Gebiete sind der Baltische Höhenrücken und die Seenplatten entlang der Küste. Die meisten der rund 120 künstlichen Stauseen liegen in den Mittelgebirgen. Ein ernsthaftes Problem ist die Wasserbelastung. Viele der Stauseen sind stark verschmutzt. Auch die Ostsee und die Flüsse – vor allem Weichsel, Bober, Nida und Bug – haben unter der jahrelangen Einleitung von ungeklärtem Abwasser aus Industrie und Haushalten gelitten. "Polen," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Benutzerdefinierte Suche