Die Fauna und die Flora Indiens
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Fotografien Indien |
Nach unterschiedlichen Schätzungen leben in Indien etwa 6 Prozent der weltweit existierenden Pflanzenarten, wovon wiederum ein Drittel endemisch ist. In den Trockengebieten an der pakistanischen Grenze findet sich eine spärliche Flora, die vorwiegend aus Steppengräsern besteht. Häufig sind auch Dornsträucher und Arten der Gattungen Kapernbusch (siehe Kaperngewächse) und Ziziphus. In einigen Gebieten gedeiht Bambus; Palmen gehören zu den wenigen heimischen Baumarten dieser Region. Die feuchtere Ganges-Ebene ist dagegen Lebensraum zahlreicher Pflanzenarten. Insbesondere in den südöstlichen Gebieten ist die Vegetation besonders üppig: Hier finden sich Mangroven und Salbäume. |
In den höheren Himalaya-Regionen gedeiht eine vielfältige Hochgebirgsflora. Die tiefer gelegenen Hänge sind dagegen dicht bewaldet und erlauben das Wachstum zahlreicher subtropischer Pflanzen, insbesondere vieler Orchideenarten. Im nordwestlichen Himalaya dominieren Nadelbäume wie Zedern und Fichten. Im östlichen Himalaya wächst dagegen üppige tropische und subtropische Vegetation, u. a. Rhododendren. Zu den häufigsten Baumarten gehören hier Eichen und Magnolien. Die niederschlagsreiche Malabarküste im Südwesten der indischen Halbinsel und die Hänge der Westghats sind dicht bewaldet. In dieser Region gedeihen insbesondere immergrüne Pflanzen, Bambus und Edelholzarten wie etwa Teakholzbäume. In den sumpfigen Tiefländern und entlang der tiefer gelegenen Hänge der Westghats befinden sich ausgedehnte Dschungelgebiete. |
Die Vegetation im Hochland von Dekkan ist zwar weniger üppig, es finden sich aber auf der gesamten Halbinsel immer wieder Bambus- und Palmenbestände sowie Laubwälder. |
Die Wälder, Ebenen, Hügel und Berge in Indien sind Lebensraum einer vielfältigen Tierwelt. Das gilt auch für Großkatzen wie Tiger, Leoparden, Nebelparder und (im Hochland von Dekkan) Geparde. Daneben kommen auch Löwen vor, die heute aber nur noch im Gir National Park in Gujarat anzutreffen sind. Weitere Raubtiere sind Lippenbär, Wolf und Goldschakal. Aufgrund ehrgeiziger nationaler und internationaler Anstrengungen ist es gelungen, den vom Aussterben bedrohten Tiger zu retten. Heute ist seine Zahl wieder auf einen Bestand von mehreren tausend Tieren angewachsen, die in Reservaten wie Ranthambore in Rajasthan geschützt werden. In den letzten Jahren gerieten die Tiger aber erneut zunehmend in Bedrängnis. |
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Die Tiere in Indien. Bild E. Buchot |
An den Nordosthängen des Himalaya und in den abgelegenen Wäldern im Hochland von Dekkan findet man Indische Elefanten, zudem ist in Indien das Panzernashorn heimisch. Zu den Paarhufern gehören Gaur, Wasserbüffel, Axishirsch, Muntjak, Indischer Sambar, Edmigazelle, Hirschziegenantilope und Zwergwildschwein. In Indien leben verschiedene Affenarten wie Rhesusaffen und Languren. Im Himalaya und in anderen Gebirgsregionen finden sich Wildziegen- und Wildschafarten sowie Steinböcke und Seraue (mit den Gämsen verwandt). Weitere erwähnenswerte Säugetiere sind Bandikutratten. |
Auffallende Vogelarten sind Papageien, Pfauen, Eisvögel, Marabus, Saruskraniche und Reiher (Grau-, Kuh-, Nacht-, Purpur-, Seiden-, Silberreiher). In Indien lebt das Bankivahuhn, die Stammform unserer Haushühner. Zu den zahlreichen Schlangenarten gehören Kobras, hochgiftige Kettenvipern und Salzwasserschlangen. Unter den ungiftigen Arten sind insbesondere Pythons bemerkenswert, die u. a. schädliche Nagetiere vertilgen; zur indischen Reptilienfauna gehören auch Chamäleons sowie Gaviale und andere Krokodile. In den Flüssen und Küstengewässern finden sich reiche Fischgründe mit zahlreichen essbaren Arten. "Indien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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