Geschichte von Frankreich : Die ersten Kapetinger (987-1180)
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Fotografien Frankreich |
987 wählte der Adel den Kapetinger Hugo Capet, einen Nachfahren Odos, zum König (Regierungszeit 987-996). Als Herzog von Franzien war er einer der mächtigsten Fürsten in Frankreich; die Krondomäne, d. h. das Gebiet, über das der König aus eigenem Recht herrschen konnte, umfasste allerdings zu Beginn der kapetingischen Herrschaft lediglich etwa ein Zehntel Frankreichs. Die Fürsten standen zwar als Kronvasallen formal in Lehensabhängigkeit vom König, de facto aber agierten sie weitgehend unabhängig. Kurz nach Hugos Wahl und Krönung erkannten die Großen Hugos Sohn Robert II., den Frommen (996-1031) als Mitregenten und Nachfolger an und akzeptierten damit auch das Prinzip der Erblichkeit des französischen Königtums in direkter männlicher Linie. |
Die Herrschaft der ersten Kapetinger – Hugo Capet, Robert II., Heinrich I. (1031-1060) und Philipp I. (1060-1108) – war geprägt von ständigen Auseinandersetzungen mit den Kronvasallen um die Macht und um die Krondomäne, die die Kapetinger, ausgehend von der Île-de-France, vorerst zwar behaupten, aber nur unwesentlich ausweiten konnten. |
Die Eroberung Englands durch den normannischen Herzog Wilhelm den Eroberer 1066 schuf die Grundlagen der für das französische Königtum äußerst verhängnisvollen Verbindung zwischen englischen Königtum und Lehensabhängigkeit von der französischen Krone, die zu einem Dauerkonflikt zwischen der französischen und der englischen Krone führte. Der Konflikt endete erst 1453, mit dem Ende des Hundertjährigen Krieges. Trotz aller inneren Kämpfe bei gleichzeitiger Konsolidierung nach außen erlebte Frankreich im 11. Jahrhundert einen wirtschaftlichen und demographischen Aufstieg. |
Der Landesausbau machte große Fortschritte, vor allem in der Île-de-France, und damit auch die Nahrungsmittelproduktion; das Land wurde durch neue Siedlungen und den Ausbau des Wegenetzes weiter erschlossen; Handel und Gewerbe blühten auf, und das Städtewesen erfuhr einen Aufschwung. |
Ludwig VI. (1108-1137) festigte, gestützt auf Kirche und Städte bzw. Bürgertum, die kapetingische Königsmacht in der Île-de-France und schuf damit die Voraussetzung für den Aufstieg des Königtums zu einer übergeordneten Macht. Nach außen verteidigte er sich erfolgreich gegen Kaiser Heinrich V. und König Heinrich I. von England. Ludwigs VI. Sohn und Nachfolger Ludwig VII. (1137-1180) heiratete 1138 Eleonore von Aquitanien und kam dadurch in den Besitz des Erbes seiner Frau, des Herzogtums Aquitanien. Dank dieses Machtzuwachses konnte er es sich erlauben, sein Land zu verlassen und zusammen mit seiner Gemahlin am 2. Kreuzzug (1147-1149) teilzunehmen. 1152 wurde wegen angeblicher Untreue Eleonores die kinderlose Ehe mit Ludwig geschieden. Noch im selben Jahr heiratete Eleonore Heinrich Plantagenet, den Grafen von Anjou und Herzog der Normandie; ihr Erbe Aquitanien nahm sie mit in diese Ehe. Heinrich Plantagenet bestieg 1154 als Heinrich II. den englischen Thron. Als englischer König war |
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Frankreich unter den Kapetingern. Encarta |
Heinrich nun zugleich Kronvasall des französischen Königs für seine und die über seine Frau ererbten Ländereien in Frankreich; sein französischer Besitz umfasste mehr als die Hälfte Frankreichs. Zwar versuchte Ludwig, Aquitanien für die Krone zurückzugewinnen; seine am Ende nur noch sporadischen Kriege gegen Heinrich endeten jedoch alle erfolglos. "Frankreich" Microsoft® Encarta |
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