Die dritte französische Republik
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Fotografien Frankreich |
Am 4. September 1870 riefen die Republikaner unter der Führung von Léon Gambetta und Jules Favre in Paris die Republik aus. Die neugebildete republikanische „Regierung der nationalen Verteidigung” setzte den Krieg gegen Preußen fort; aber im Januar 1871 sah sich Frankreich – trotz massiver Rekrutenaushebungen im ganzen Land – nach der Einschließung von Paris durch preußische Truppen schließlich doch zur Kapitulation gezwungen. |
Bei den Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung am 8. Februar 1871 gewannen die monarchistischen Kräfte die Mehrheit; Adolphe Thiers wurde zum Regierungschef gewählt. Er unterzeichnete am 26. Februar 1871 den Präliminarfrieden von Versailles mit dem Deutschen Reich und akzeptierte damit die Abtretung des Elsass und Lothringens und die Zahlung von Kriegsentschädigungen in Höhe von fünf Milliarden Francs an das Deutsche Reich. Sowohl aus Protest gegen diese als demütigend empfundenen Friedensbedingungen als auch aus Opposition gegen die konservative Regierung kam es am 17./18. März 1871 in Paris zur Erhebung und zur Errichtung der Pariser Kommune. Ende Mai 1871 hatten Regierungstruppen unter Marschall Mac-Mahon die Kommune blutig niedergeschlagen. |
Die Verfassungsfrage blieb vorerst offen. Den Republikanern in der Nationalversammlung gelang es nicht, sich gegen die monarchistische Mehrheit durchzusetzen; die Monarchisten, in Legitimisten, Orléanisten und Bonapartisten gespalten, fanden ebenfalls keinen mehrheitsfähigen Konsens. |
1873 hatte Frankreich die Reparationen an das Deutsche Reich abbezahlt und damit den vorzeitigen Abzug der deutschen Besatzungstruppen erreicht. Vor dem Hintergrund der noch immer nicht gelösten Verfassungsfrage wurde Thiers, der eine republikanische Staatsform anstrebte, nun von den Monarchisten gestürzt; zum Präsidenten wurde der Legitimist Mac-Mahon gewählt, unter dem die Restauration der Monarchie in greifbare Nähe zu rücken schien. 1875 stimmte die Nationalversammlung jedoch mit einer Stimme Mehrheit für eine parlamentarisch-republikanische Verfassung, die dem Präsidenten eine herausragende Stellung einräumte und so einen Kompromiss zwischen Präsidialverfassung und parlamentarischem System darstellte. Der daraus resultierende Verfassungskonflikt beruhigte sich erst 1879, |
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Barrikade in Paris |
nachdem Mac-Mahon nach den Wahlerfolgen der Republikaner – 1876 hatten sie die Mehrheit in der Kammer, 1879 auch im Senat erlangt – zurückgetreten war. "Frankreich" Microsoft® Encarta |
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