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Die deutsche Bevölkerung
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Die Einwohnerzahl von Deutschland beträgt rund 82,37 Millionen (2008). Die mittlere Bevölkerungsdichte liegt bei 236 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte in den Gebieten der ehemaligen DDR ist insgesamt niedriger als die im westlichen Teil Deutschlands.

Der Anteil ausländischer Bewohner liegt bei rund 8,3 Prozent. Die stärkste Gruppe unter den 6,8 Millionen Ausländern stellen Türken mit knapp 1,8 Millionen; außerdem leben circa 683 000 Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien, etwa 540 000 Italiener, rund 310 000 Griechen, etwa 327 000 Polen sowie Staatsangehörige zahlreicher weiterer Länder in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Ausländer lebt bereits länger als zehn Jahre in Deutschland. Die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein (etwa 60 000 Menschen), die Friesen in Nordfriesland, Schleswig und Niedersachsen (etwa 12 000 Menschen) und die Sorben in Brandenburg und Sachsen (etwa 60 000) genießen bestimmte Sonderrechte (z. B. politischen Minderheitenschutz, Schulunterricht in der eigenen Sprache).

Die Wachstumsrate der Bevölkerung gehört zu den niedrigsten in Europa: Im Durchschnitt der Jahre 1980 bis 2001 betrug sie 0,2 Prozent; im Jahr 2008 lag sie bei -0,04 Prozent. Die Lebenserwartung beträgt bei Männern 76,1 Jahre und bei Frauen 82,3 Jahre (2008).

Die Urbanisierungsrate ist sehr hoch; 88 Prozent der Bevölkerung leben in Städten (2005). Die Hauptstadt Berlin ist mit 3,39 Millionen Einwohnern (2005) größte Stadt des Landes. Eine ganze Reihe von Regierungsbehörden hat allerdings immer noch ihren Sitz in der früheren Hauptstadt Bonn (312 000 Einwohner), einer alten Universitätsstadt am Rhein. Die größten Städte Deutschlands neben Berlin sind Hamburg (1,73 Millionen Einwohner), München (1,25 Millionen), Köln (970 000), Frankfurt am Main (647 000), Essen (588 000), Dortmund (589 000), Stuttgart (591 000) und Düsseldorf (573 000). Die deutsche Sprache mit ihren zahlreichen Mundarten gehört zu den indogermanischen Sprachen. In einigen Regionen Schleswig-Holsteins ist Dänisch Schulsprache; in der Lausitz lebt eine Sorbisch sprechende Minderheit.

Das Friesische wird im Bereich der Nordseeküste heute wieder vermehrt gesprochen.

Die Mehrzahl der Deutschen gehört den beiden christlichen Konfessionen an; etwa 26,7 Millionen sind katholisch (vor allem im Süden des Landes) und 26,3 Millionen protestantisch (2003). Daneben gibt es verschiedene kleinere, vornehmlich christlich ausgerichtete Glaubensgruppierungen, unter ihnen die orthodoxe Kirche mit rund 900 000 Angehörigen. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind konfessionslos. Formal sind Kirche und Staat strikt getrennt; die großen christlichen Kirchen sind allerdings in den Selbstverwaltungsorganen zahlreicher gesellschaftlicher Einrichtungen, insbesondere in den sozialen und kulturellen Bereichen vertreten und genießen innere Autonomie. Der Staat übernimmt die Einziehung der Kirchensteuer.

Brandenburger Tor
Brandenburger Tor. Encarta
Durch den großen Anteil türkischer Arbeitnehmer und ihre Familien bilden die Muslime inzwischen eine große Glaubensgruppe: 3,3 Millionen Menschen bekannten sich 2003 zum Islam, von ihnen besaßen 310 000 die deutsche Staatsangehörigkeit. Die 83 jüdischen Gemeinden zählen etwa 100 000 Mitglieder.
München

Gesetzliche Feiertage in Deutschland sind Neujahr (1. Januar), Ostern, der Tag der Arbeit (1. Mai), Pfingsten, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober), Allerheiligen (1. November) und Weihnachten, das vom Heiligen Abend bis zum zweiten Weihnachtstag dauert. Daneben gibt es Festtage, die je nach Region variieren. Der Karneval bzw. die Fastnacht oder der Fasching werden besonders im Rheinland und in Süddeutschland, vor allem im schwäbisch-alemannischen Raum, gefeiert.

Deutschland versteht sich als Sozialstaat. Eine umfassende Sozialgesetzgebung soll gewährleisten, dass jeder Bürger ein menschenwürdiges Leben führen kann (z. B. durch Sozialhilfe) und ein gewisses Maß an Chancengleichheit herrscht (z. B. durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz).
München. Encarta
Wichtigste Säule der sozialen Sicherung ist die gesetzliche Sozialversicherung, die auf fünf Säulen ruht: der Krankenversicherung, der Pflegeversicherung, der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung und der Unfallversicherung. Finanziert werden sie durch anteilige Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie durch Zuschüsse des Bundes. Deutschland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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