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Demokratische Reformen in Guatemala
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Im Dezember 1944 wurde Juan José Arévalo zum neuen Präsidenten gewählt. Er leitete verschiedene demokratische Reformen ein, die in der Verabschiedung einer neuen Verfassung mündeten. Im September 1945 bekräftigte Guatemala mit Hinweis auf einen Vertrag von 1859 seinen Anspruch auf Britisch-Honduras (heute Belize), eine Forderung, die seit der Gründung der Republik offenstand. Als Großbritannien 1948 zum Schutz seiner Kolonie Marineeinheiten in den Hafen der Stadt Belize entsandte, verschärfte sich der Konflikt; er konnte erst 1981 durch ein Abkommen zwischen Großbritannien, Belize und Guatemala beigelegt werden, jedoch nur vorübergehend.

Obwohl mehr als 20 Versuche unternommen wurden, Arévalo zu stürzen, konnte er seine Amtszeit vollenden. Ihm folgte sein Verteidigungsminister Jacobo Arbenz Guzmán (1951-1954). Er führte die linksorientierte Innenpolitik seines Vorgängers im Wesentlichen weiter: 1952 hob er die Mindestlöhne an, 1953 führte er eine Agrarreform durch, enteignete in- und ausländische Großgrundbesitzer, u. a. in großem Umfang die United Fruit Company, und verteilte das Land an Kleinbauern um. Die Gesamtfläche des umverteilten Landes belief sich auf über 280 000 Hektar.

Anfang 1954 begannen in den USA im Zuge des McCarthyism und vor dem Hintergrund der Enteignung US-amerikanischen Besitzes in Guatemala Stimmen gegen die Regierung Arbenz laut zu werden.

Im März 1954 erreichten die USA auf der X. Interamerikanischen Konferenz die Verabschiedung einer antikommunistischen Resolution, die indirekt die Regierung Guatemalas verurteilte. Dem schloss sich die katholische Kirche an: In einem Hirtenbrief rief der Erzbischof von Guatemala zum Aufstand gegen den Kommunismus auf. Die Regierung inhaftierte daraufhin einige Oppositionsführer und verhängte am 8. Juni den Ausnahmezustand.

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Juan José Arévalo
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