Die Wirtschaft Dänemarks: Landwirtschaft und Fischerei
|
Fotografien Dänemark |
Drei Viertel aller Frauen sind berufstätig; sie stellen 46,4 Prozent der Erwerbstätigen (2006). In den sechziger und siebziger Jahren litt das Land unter einem starken Arbeitskräftemangel, der teilweise durch die Einwanderung von Gastarbeitern, insbesondere aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien, Iran und Pakistan, ausgeglichen wurde. Der Großteil der Facharbeiter, Techniker und Kunsthandwerker ist gewerkschaftlich organisiert. Dänemark ist traditionell ein Agrarstaat. Auch heute spielt die Landwirtschaft noch eine entscheidende Rolle. Nach dem 2. Weltkrieg gewannen die Industrie und der Dienstleistungssektor an Bedeutung. Der Fischfang stützt die Wirtschaft des Landes erheblich. Auch Dänemarks Auslandsinvestitionen, der Schiffsbau und Bauprojekte im Ausland erwirtschaften Gewinne. Dänemark hat weltweit eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen; der Lebensstandard der Bevölkerung ist hoch. |
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt bei 184 436 Millionen US-Dollar (1996; Dienstleistungen 72,4 Prozent, Industrie 26 Prozent, Landwirtschaft 1,6 Prozent). Daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 35 051 US-Dollar und eine Wachstumsrate von 3,20 Prozent (2006). Die Inflationsrate erreicht einen Wert von 2,20 Prozent (2006). 3 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 24 Prozent in der Industrie und 73 Prozent im Dienstleistungssektor (2005). |
52,7 Prozent der Landesfläche – Grönland und Färöer nicht eingeschlossen – werden agrarisch genutzt. Von Natur aus sind die Böden relativ nährstoffarm; ihre Qualität wurde jedoch durch intensive Düngung verbessert. Die dänische Regierung fördert kleine landwirtschaftliche Betriebe. Der Zusammenschluss kleiner Betriebe zu großen Gütern wird gesetzlich erschwert. Rund 85 Prozent der dänischen Bauernhöfe sind Familienbetriebe mit weniger als 50 Hektar. Auf 60 Prozent der Anbaufläche von circa 2 Millionen Hektar wird Getreide angebaut; das Spektrum umfasst Gerste, Hafer, Weizen und Roggen. Die restliche Fläche wird mit Futterpflanzen, Flachs, Hanf, Hopfen und Tabak bepflanzt. |
Die überwiegend exportorientierte Fleisch- und Milchwirtschaft spielt eine bedeutende Rolle. Dänemark ist der weltgrößte Produzent von Schweinefleischprodukten. Der Viehbestand umfasst vor allem Schweine, Rinder und Pferde. |
Eine Besonderheit der dänischen Landwirtschaft ist der große Einfluss der landwirtschaftlichen Genossenschaften. Sie dominieren die Produktion von Molkereierzeugnissen und Schinken. Ein hoher Prozentsatz der Agrarerzeugnisse wird über die Genossenschaften vermarktet. Die meisten Genossenschaften gehören nationalen Verbänden an, die wiederum Mitglieder im Agrarausschuss sind. Dieses Zentralorgan der Genossenschaften verhandelt mit der Regierung, der Industrie oder mit ausländischen Handelspartnern. 1805 erklärte die Regierung alle Wälder (heute 11,6 Prozent der Gesamtfläche Dänemarks) zu Naturschutzgebieten. Die große Fischereiflotte Dänemarks spielt in der Wirtschaft des Landes eine bedeutende Rolle. |
![]() |
Dänische Brotmahlzeit. Encarta |
Es handelt sich bei den gefangenen Fischen größtenteils um Meeresfische, unter denen Heringe, Lachse, Kabeljaue und Dorsche die kommerziell bedeutendsten Arten sind. Der überwiegende Teil der Fanggründe befindet sich in der Nordsee. Bei Fisch werden hohe Ausfuhrüberschüsse erzielt. Dänemark," Microsoft® Encarta |
![]() Benutzerdefinierte Suche
|