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Die chinesischen Medien
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Die kommunistische Regierung Chinas nutzte seit den frühen fünfziger Jahren vor allem das Radio: So wurden von 1950 bis 1970 auf öffentlichen Plätzen und in Fabriken Lautsprecher aufgestellt. Symbol für das freiere Klima Mitte der achtziger Jahre ist der 1986 in Südchina eingeführte kommerzielle Rundfunk.

Ein Zentraler Volkssender für das Fernsehen entstand 1958 in Peking. Im selben Jahr wurden die ersten chinesischen Fernsehgeräte in der staatlichen Radiofabrik Tientsin gefertigt. Später erweiterte man das Standardprogramm des Zentralen Volkssenders um zwei Kanäle. In vielen Städten und Provinzen entstanden eigene lokale Sendestationen.

Die Fernsehuniversität unter Verwaltung des Zentralen Volkssenders ist ein weiterer Aspekt im Kommunikationsnetz von China. In Peking werden täglich neun Stunden Fernsehunterricht angeboten. Hunderttausende von Studenten haben sich für die Programme dieser Fernuniversität eingeschrieben. Diese Einrichtung ist für China besonders sinnvoll, denn der Anteil der Bevölkerung im Studienalter ist hier extrem hoch.

Über 200 Tageszeitungen haben eine tägliche Auflage von insgesamt 50 Millionen. Die am weitesten verbreitete Zeitung ist die in Peking erscheinende Renmin Ribao (Volkszeitung). Sie untersteht der direkten Kontrolle des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. Die tägliche Auflage beträgt fünf Millionen. Weitere wichtige Zeitungen und Magazine

sind Guangming Ribao (Tageszeitung Kuangming), Jiefang Ribao (Befreiung), Renmin Huabao (Volksillustrierte) und Tiyu Kexue(Sportanzeiger). Ausländische Beobachter nutzen die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua als erste Quelle.

Die Verlagsbranche in China ist sehr aktiv. Die Intention der Regierung, eine möglichst universelle Erziehung zu erreichen, führte zu einer Förderung im Bereich Belletristik und Sachbuch. Darüber hinaus wurden Übersetzungen ausländischer Werke in Auftrag gegeben.

Post- und Telekommunikationsdienste unterstehen der Regierung. Das Telefonnetz ist zwar in nahezu allen Landesteilen ausgebaut, aber nur wenige Haushalte verfügen über eigene Anschlüsse.

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