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Kaiser Herakleios


Monemvasía
Monemvasía

395 n. Chr. wurde das Römische Reich verwaltungstechnisch in eine Ost- und eine Westhälfte geteilt und zwei Kaisern unterstellt. Die Provinzen Achaia und Macedonia fielen an Ostrom mit seiner neuen Hauptstadt Konstantinopel. Das oströmische Kaisertum verstand sich bis zu seinem Untergang 1453 nicht als griechisches, sondern stets als Römisches Kaiserreich. Die Bezeichnung als Byzantinisches Reich – die Hauptstadt Konstantinopel wurde 332 an der Stelle des antiken Byzantion (Byzanz) errichtet – ist erst durch die Humanisten des 16. Jahrhunderts üblich geworden.

Unter Kaiser Herakleios ersetzte im 7. Jahrhundert das Griechische als Amtssprache das Lateinische. Diese Tatsache ist Ausdruck für die erneute Hellenisierung von Kultur und Staat im Byzantinischen Reich. Während die römische Staatsidee die Basis von Gesellschaft und Staat bildete, bestimmten griechische Kultur und Wissenschaft das Geistesleben.

Bereits Ende des 5. Jahrhunderts waren die Ostgoten und Anfang des 6. Jahrhunderts die Hunnen nach Griechenland vorgestoßen. Ihnen folgten slawische Stämme, die zwar u. a. an Thessaloniki scheiterten, das sie fünfmal vergeblich belagerten, aber bis nach Kreta vordringen konnten, das sie 623 plünderten. Seit dem 7. Jahrhundert ließen sich slawische Stämme dauerhaft nieder und besiedelten große Teile des griechischen Festlandes und der Peloponnes. Die griechische Bevölkerung wurde auf die Küstenstädte und die Ägäischen Inseln zurückgedrängt. Byzantinisches Militär und Verwaltung zogen sich aus den von den Slawen eroberten Gebieten zurück.

Nur langsam erfolgte die Rückeroberung. Als Erstes wurde 689 die durch Makedonien verlaufende Heerstraße Via Egnatia wieder in Besitz genommen, und 784 hatte Byzanz auch Mittelgriechenland zurückgewonnen.

Die militärische Verwaltungsordnung (Themenverfassung) wurde auch in den griechischen Gebieten eingeführt; bis Mitte des 9. Jahrhunderts entstanden die Themen Hellas (Mittelgriechenland), Peloponnes, Makedonien und Nikopolis (Westgriechenland). Unter Kaiser Nikephoros I. begann im frühen 9. Jahrhundert zudem die erneute Ansiedlung griechischer Kolonisten aus Unteritalien und dem östlichen Mittelmeer. Kolonisierung und Missionierung unter den Slawen führten zu einer allmählichen Regräzisierung Griechenlands. Die slawischen Orts-, Fluss- und Bergnamen blieben jedoch größtenteils bis ins 19. Jahrhundert erhalten. Sie wurden erst im Zuge der griechischen Nationalstaatsbildung durch die antiken Bezeichnungen ersetzt.

Die Slawenapostel Kyrillos und Methodios stammten beide aus Thessaloniki. Basierend auf dem örtlichen südslawischen Dialekt von Thessaloniki übersetzten sie im Auftrag von Photios, dem Patriarchen von Konstantinopel, die Bibel ins Kirchenslawische. Das von ihnen geschaffene, eng an das Griechische angelehnte Kirchenslawisch wurde zur Sakral- und Literatursprache aller von Konstantinopel missionierten slawischen Christen (Bulgaren, Serben, Russen), vergleichbar dem Latein des katholischen Europa. Seit Ende des 7. Jahrhunderts drangen die Araber in das Ägäische Meer ein. 823 eroberten sie Kreta, 904 gelang kurzzeitig die Einnahme von Thessaloniki. Erst 960/961 konnte das Byzantinische Reich die arabische Gefahr bannen, als unter dem späteren Kaiser Nikephoros II. Phokas die Rückeroberung Kretas gelang.

Teile Makedoniens fielen in der Mitte des 9. Jahrhunderts an das Bulgarische Khanat. Damit gerieten zahlreiche Christen unter bulgarische Herrschaft. 865 nahm Chan Boris I. auf byzantinischen Druck hin den christlichen Glauben an. Seit Ende des 9. Jahrhunderts erhoben die bulgarischen Khane, die nun den Titel eines Zaren trugen, Anspruch auf Teilhabe an der Universalherrschaft des byzantinischen Kaisers. 1014 brachte Basileios II. Bulgaroktonos (der „Bulgarentöter”) den bulgarischen Zaren Samuel eine vernichtende Niederlage bei und zerstörte das Bulgarische Reich.

Makedonien unterstand damit erneut Byzanz. Das große Schisma der christlichen Kirche von 1054, in dem sich nach byzantinischer Lesart der lateinische Patriarch von Rom, der Papst, von der orthodoxen (rechtgläubigen) Kirche abwandte, hatte machtpolitisch für das Byzantinische Reich weitreichende Folgen. Das normannische Königreich Sizilien versuchte als bewaffneter Arm des Papstes, Griechenland zu unterwerfen. Mehrfach fielen die Normannen im Norden des Landes ein. 1147 landete König Roger II. auf Korfu und deportierte die dortige Bevölkerung nach Sizilien. 1185 nahmen die Normannen Thessaloniki ein, bevor sie 1186 in Strymon von Kaiser Isaak II. Angelos geschlagen wurden.

Zeitgleich mit den Normannen trat die Republik Venedig im östlichen Mittelmeer in Erscheinung. Kaiser Alexios I. Komnenos schloss 1082 mit Venedig ein Bündnis gegen die Normannen. Die venezianischen Kaufleute wurden dafür mit Handels- und Steuerfreiheit innerhalb des Byzantinischen Reiches entlohnt. In zahlreichen griechischen Hafenstädten (Korfu, Korinth, Athen, Thessaloniki u. a.) entstanden venezianische Handelsniederlassungen. Für die Weigerung Kaisers Alexios III. Angelos, den Venezianern 1203 ihre Privilegien zu bestätigen, rächte sich die Republik: Mit diplomatischem Geschick veranlasste Doge Enrico Dandolo die Kreuzfahrer des 4. Kreuzzuges (1202-1204) zur Eroberung Konstantinopels. Die Kreuzfahrer plünderten die Stadt und errichteten das Lateinische Kaiserreich. "Griechenland" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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