Fotografien

Einfluss der Engländer in Indien


Britisch-Indien 1848
Britisch-Indien 1848

Bei der Verfolgung ihrer Ziele in Indien stützten sich die Briten zwar vorwiegend auf ihr überlegenes militärisches Potenzial, doch daneben spielten auch Bestechung, Erpressung und politische Manipulation indischer Herrscher eine nicht unwesentliche Rolle. Die Uneinigkeit der verschiedenen indischen Königreiche und Fürstentümer erlaubte es den Briten schließlich, den gesamten Subkontinent sowie angrenzende Regionen wie Birma ihrer Herrschaft zu unterwerfen. Ihre Herrschaft übten sie entweder direkt aus oder indem sie die regierenden indischen Herrscher ihrer Kontrolle unterstellten. Zwar setzten immer wieder einzelne oder mehrere Staaten dem britischen Vordringen Widerstand entgegen, doch letztlich behielten die Briten stets die Oberhand. Zu den wichtigsten Trägern des bewaffneten Widerstands gegen die britische Herrschaft gehörten die Maratha-Konföderation, die 1818 nach mehreren Kriegen vernichtend geschlagen wurde, und der von Sikhs beherrschte Punjab, der nach einem dreijährigen, für beide Seiten verlustreichen Krieg 1848 kapitulierte.

Nach der Annexion des Punjab unterstellte der britische Generalgouverneur James Andrew Broun Ramsay, Marquess of Dalhousie, die von Nawabs (formal Stellvertreter des Großmoguls) geführten Fürstentümer Satara, Jaipur, Sambalpur, Jhansi, Nagpur und Oudh jeweils nach dem Tod ihrer Herrscher der direkten britischen Verwaltung durch die Ostindische Kompanie. Zugleich mit der Festigung ihrer Macht begannen die Briten mit der Einführung zahlreicher Reformen und Neuerungen. Es wurden Eisenbahnen, Brücken, Straßen und Bewässerungssysteme gebaut, Post- und Telegraphenwesen eingerichtet, überlieferte Traditionen, die den humanitären britischen Auffassungen entgegenstanden (wie vor allem Witwenverbrennung und Sklavenhandel), eingedämmt sowie Agrarreformen dekretiert, die mit den alten Strukturen und Wirtschaftsweisen auf dem Lande brachen.

Diese Maßnahmen stießen bei der indischen Bevölkerung ebenso auf heftige Ablehnung wie die weitere Ausdehnung der britischen Herrschaft und die offene Verachtung, die Dalhousie der indischen Kultur entgegenbrachte. Die Unruhen eskalierten im Großen Indischen Aufstand, bekannt auch als Sepoy-Aufstand, der am 10. Mai 1857 in Meerut in der Nähe von Delhi begann und bald den ganzen Norden des Subkontinents erfasste. Träger der Erhebung war eine konspirative Bewegung unter den Sepoys, den von der britischen Ostindischen Kompanie aufgestellten indischen Truppen. Die Aufständischen sammelten sich unter dem Banner von Bahadur Shah II., dem nominellen Herrscher des Mogulreiches. Den Rebellen gelang es rasch, Delhi und weitere strategisch wichtige Zentren zu besetzen, wurden aber schließlich von loyalen britisch-indischen Sikhs-Truppen besiegt.

Dem Aufstand folgte eine Periode brutaler Unterdrückung durch britische Truppen, insbesondere in Delhi, wo Tausende ohne Gerichtsverhandlung hingerichtet wurden; der Großmogul Bahadur Shah II. wurde unter dem Vorwurf der Anstiftung zur Rebellion zu lebenslanger Haft verurteilt. Wichtigstes Ergebnis des Sepoy-Aufstands war die Verabschiedung des Act for Better Government in India durch das britische Parlament (1858). Durch dieses Gesetz wurde das Mogulreich formell aufgelöst und die Verwaltung Indiens ging von der Ostindischen Kompanie, die schon 1813 auf ihr Handelsmonopol für Indien und weitere Privilegien hatte verzichten müssen, ganz auf die britische Krone über. Der Generalgouverneur erhielt den Titel des Vizekönigs der Kronkolonie.

In der Folge modernisierte die britische Verwaltung der Kolonie Britisch-Indien nach britischem Muster umfassend das Finanz- und Steuerwesen, die Verwaltung, das Rechts- sowie das Bildungswesen. Der Ausbau der Infrastruktur wurde weiter vorangetrieben, ein großes Eisenbahnnetz aufgebaut. Schon in den dreißiger Jahren war Englisch als Amtssprache eingeführt worden. 1876 nahm Königin Viktoria den Titel der Kaiserin von Indien an. Die Proklamation des Kaiserreiches wurde mit großem Aufwand in Delhi zelebriert. Großbritannien unter Premierminister Benjamin Disraeli, der die Umwandlung Indiens in ein Kaiserreich betrieben hatte, unterstrich damit nicht nur den imperialen Anspruch des britischen Weltreiches, sondern mit der Wiederaufnahme der 1858 beendeten Herrschaftstradition des Großmoguls auch die Absicht, die Inder stärker in das Empire einzubinden.

Die Reformen, die im Wesentlichen den Interessen der Kolonialmacht dienten – z. B. wurde eine einheimische Industrie, die den Absatz britischer Waren hätte gefährden können, nicht gefördert –, ließen jedoch zahlreiche Probleme des Landes ungelöst. Große Teile der Bevölkerung waren wachsender Verarmung ausgesetzt, und mehrere verheerende Hungerkatastrophen – die Hungersnot in Orissa 1866 z. B. kostete etwa 1,5 Millionen Menschen das Leben – schürten zusätzlich die soziale und politische Unruhe. "Indien" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

Fotos von europäischen Ländern zu besuchen

Bilder der Türkei

Bilder der Türkei

Fotos Informationen

Fotos von Österreich

Österreich

Fotos Informationen

Bilder von Prag

Bilder von Prag

Fotos Informationen

Schottland Bilder

Schottland

Fotos Informationen

Kroatien

Kroatien

Fotos Informationen

Bilder von Deutschland

Deutschland

Fotos Informationen

Griechenland

Griechenland

Bilder Informationen

Bilder von Schweden

Bilder von Schweden

Bilder Informationen

Niederlande

Niederlande

Bilder Informationen

Bilder von Frankreich

Frankreich

Bilder Informationen

Fotos von Portugal

Portugal

Fotos Informationen

Fotos von asiatischen Ländern zu besuchen

Bilder indien

Bilder indien

Bilder Informationen

Fotos von China

Fotos von China

Bilder Informationen

Images de Hong Kong

Hong Kong

Bilder Informationen

Bilder von Kambodscha

Kambodscha

Bilder Informationen

Bilder von Japan

Bilder von Japan

Bilder Informationen

Bilder von Thailand

Bilder von Thailand

Bilder Informationen

Fotos von amerikanischen Ländern zu besuchen

Vereinigte Staaten

Vereinigte Staaten

Bilder Informationen

Website-Informationen