Bildung und Kultur in Israel
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Fotografien Israel |
Die meisten Schriftsteller, die auch in andere Sprachen übersetzt und in anderen Ländern gelesen werden, haben das moderne Israel und seine politische Entwicklung zum Thema, sind aber zugleich auch den jüdischen Traditionen verbunden (siehehebräische Literatur und hebräisches Theater). Zu den bekanntesten Autoren gehören Max Brod, der Förderer Franz Kafkas, Schmuel Josef Agnon, der 1966 den Nobelpreis für Literatur erhielt, Ephraim Kishon und Amos Oz. In den letzten Jahren hat sich gerade aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Traditionen der verschiedenen Volksgruppen eine vielfältige israelische Kunst- und Theaterszene (insbesondere in Tel Aviv) entwickelt. Tel Aviv verkörpert im Gegensatz zum mehr orthodoxen Jerusalem das moderne, westlich orientierte Israel. |
In neuerer Zeit haben israelische Künstler wie Yaakov Agam und Dani Karavan auf sich aufmerksam gemacht. Zur Kunst und Architektur Israels siehe jüdische Kunst und Architektur. |
Das bekannteste Orchester des Landes sind die Israelischen Philharmoniker, das Stardirigenten aus aller Welt leiteten. Die populäre Musik wird vor allem vom internationalen Musikmarkt beherrscht; die israelische Rock- und Popmusik wird dagegen zwar nur im eigenen Land gehört, hat aber inzwischen internationalen Standard erreicht. In der traditionellen Volksmusik ist der orientalisch-jüdische Einfluss stark zu spüren, ebenso in den Tänzen (siehe jüdische Musik). Bedeutende israelische Musiker sind Daniel Barenboim, Itzhak Perlman und Pinchas Zukerman. In Israel gibt es über 130 Museen; die bekanntesten sind das Tel-Aviv-Museum und das Israel-Museum in Jerusalem, das bedeutende Exponate jüdischer Volkskunst und moderner Bildhauerei beherbergt. Der Schrein des Buches, ein Teil des Israel-Museums, zeigt die Qumran-Rollen. |
Unter den mehr als 500 öffentlichen Bibliotheken im Land zählt die jüdische National- und Universitätsbibliothek auf dem Campus der Hebräischen Universität Jerusalem mit ihren 3,5 Millionen Bänden zu den wichtigsten. Der Universität von Tel Aviv ist die Wiener Library angegliedert, eine Forschungsbibliothek, die zeitgeschichtliche Publikationen zum Holocaust sowie zur Judaistik, zum Antisemitismus und zum Faschismus sammelt. |
Die israelische Rundfunkanstalt ist für inländische und internationale Radiosender und für das inländische Fernsehen verantwortlich. Es gibt ein staatliches Netzwerk für Fernunterricht. Post, Telefon und Telegraphenamt sind ebenfalls staatlich. In Israel erscheinen 34 Tageszeitungen (1996). Zu den einflussreichsten zählen Ha’aretz, Davar, Ma’ariv, Yedioth Aharonot und die Jerusalem Post. Daneben gibt es viele Wochenzeitungen und Magazine. Die meisten Zeitungen erscheinen in Tel Aviv. Es besteht eine elfjährige Schulpflicht; der Schulbesuch ist kostenlos. Neben dem gut ausgebauten staatlichen Schulsystem gibt es auch konfessionelle Schulen. |
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Weizmann-Institut. Encarta |
Die akademische Ausbildung wird durch ein Gesetz von 1958 geregelt, mit dem ein Rat zur Kontrolle der Universitäten und anderer Hochschulen eingesetzt wurde. Zu den wichtigsten Hochschulen zählen die Hebräische Universität von Jerusalem (1918), das Institut für Technologie (1912) in Haifa und die Universität Haifa (1968), die Bar-Ilan Universität (1953) in Ramat Gan, die Universität Tel Aviv (1953), die Ben-Gurion-Universität des Negev (1965) in Beerscheba und das Weizmann-Institut (1949) in Rehovot. In Israel sind etwa 100 000 Studenten eingeschrieben. Die Studenten der weiterführenden Schulen erhalten staatliche und regionale Fördermittel, die bis zu 100 Prozent der Ausbildungskosten betragen können, je nach Einkommen der Eltern. "Israel," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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