Die spanische Bevölkerung und die Hauptstädte von Spanien
|
Fotografien Spanien |
Die Einwohnerzahl Spaniens beträgt etwa 40,4 Millionen (2007). Die Bevölkerungsdichte liegt bei etwa 81 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Verteilung der Bevölkerung ist überaus ungleichmäßig. 77 Prozent der Bevölkerung leben in Städten (2005). Hohen Werten der Bevölkerungsdichte in den wirtschaftlich stark entwickelten Gebieten und den Küstenregionen stehen zum Teil sehr niedrige Werte im Landesinneren gegenüber. Die Zuwanderung von Menschen aus strukturschwachen ländlichen Regionen in die großen Städte hält an. Mehr als drei Millionen Spanier leben im Ausland, darunter etwa 200 000 in Deutschland. Das mittlere Bevölkerungswachstum Spaniens beträgt etwa 0,12 Prozent (2007). Die mittlere Lebenserwartung liegt für Männer bei 76,5 und für Frauen bei 83,3 Jahren (2007). |
Spanische Bevölkerung |
![]() |
Spanien ist ein ethnisch überaus homogenes Land, rund 97,5 Prozent aller Bewohner sind Spanier. Die Bevölkerung ging im Wesentlichen aus der Mischung der ursprünglichen Bevölkerung der Iberischen Halbinsel mit den Völkern hervor, welche die Halbinsel eroberten und über lange Zeiträume hinweg besetzten. In diesen Perioden kamen ethnische Elemente der Römer, der Sweben, der Westgoten (siehe Goten) und der Teutonen hinzu. Weiterhin können semitische Elemente nachgewiesen werden. Viele ethnische Gruppen in Spanien haben sowohl kulturell als auch sprachlich ihre Identität bewahrt. Hierzu zählen die etwa 2,5 Millionen Basken im Norden des Landes. Sie sind Nachkommen eines nichtindogermanischen Volksstammes und zeigen traditionell starke Bestrebungen zur Autonomie. Die historische Region der Basken reicht auf französisches Staatsgebiet über. Im Nordwesten Spaniens leben rund 2,5 Millionen Galicier. Eine weitere zahlenmäßig starke ethnische Gruppe sind die etwa acht Millionen Katalanen, von denen die meisten in Katalonien leben. Weitere Siedlungsgebiete der Katalanen sind die südlich angrenzenden Gebiete sowie die Balearen. Im Dezember 2000 waren in Spanien rund 940 000 Ausländer gemeldet, davon stammten rund 555 000 aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Der Anteil ausländischer Bewohner an der Gesamtbevölkerung ist mit etwa 2,5 Prozent sehr gering. Die größte Gruppe bilden Marokkaner (ca. 195 000), gefolgt von Chinesen (31 000) und Ecuadorianern (29 000). Seit 1990 ist eine verstärkte Zuwanderung aus osteuropäischen Staaten zu verzeichnen. Zahlenmäßig stärkste Volksgruppen sind Rumänen (12 000, mit einem |
hohen Anteil von Sinti und Roma) und Polen (9 000). Die Zahl der sich illegal in Spanien aufhaltenden Personen wird auf über 100 000 geschätzt. |
Wichtige Städte |
Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt ist Madrid mit etwa 3,13 Millionen Einwohnern (2006). Die zweitgrößte Stadt, Barcelona (1,61 Millionen), ist zugleich wichtigster Hafen und Handelszentrum, die Hauptstadt der Provinz Barcelona und der Region Katalonien. Weitere bedeutende Städte sind u. a. Valencia (805 000), die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und Region, ein Produktions- und Eisenbahnzentrum, Sevilla (704 000), Hauptstadt der Provinz Sevilla und der Region Andalusien, ein bedeutendes kulturelles Zentrum, Zaragoza (649 000), Hauptstadt der Provinz Zaragoza und der Region Aragonien, ein wichtiges Industriezentrum, und Bilbao (354 000), eine Stadt mit einem bedeutenden Exporthafen. Encarta |
![]() |
![]() Benutzerdefinierte Suche
|