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Die kambodschanische Bevölkerung
Fotografien Kambodschas

Rund 92 Prozent der Kambodschaner sind Angehörige des Khmervolkes. Der übrige Teil der Bevölkerung besteht vorwiegend aus den Minderheitengruppen der Chinesen, Vietnamesen und Thai sowie aus den in den Bergländern wohnenden Cham, Moi und Lao. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt auf dem Land (80,3 Prozent), der Urbanisierungsgrad ist sehr gering. Kambodscha hat etwa 14,24 Millionen Einwohner (2008) und eine Bevölkerungsdichte von 81 Einwohnern pro Quadratkilometer bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 1,8 Prozent. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 61,7 Jahren (Männer 59,6 Jahre, Frauen 63,8 Jahre; 2008). Während der Terrorherrschaft der Roten Khmer starben zwischen 1975 und 1979 mindestens 10 Prozent der Bevölkerung.

Die Hauptstadt Phnom Penh (etwa 1,16 Millionen Einwohner) liegt am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap. Weitere wichtige Städte sind Battambang (171 000), Siěmréab (76 000), Kâmpóng Cham (33 000), Prey Vêng und Kampot (15 000). Der bedeutendste Seehafen ist Kâmpóng Saôm (16 000), früher Sihanoukville, am Golf von Thailand. Ende der siebziger Jahre ging die Einwohnerzahl der größeren Städte zurück, da die Bewohner entweder flüchteten oder in ländliche Gebiete umgesiedelt wurden.

Die Amtssprache ist Khmer, das zu den Mon-Khmer-Sprachen zählt, einem Zweig der austroasiatischen Sprachfamilie. Französisch findet als Handels-, Bildungs- und Verkehrssprache Verwendung, mittlerweile gewinnt Englisch immer mehr an Bedeutung. Minderheitensprachen sind Chinesisch und Vietnamesisch.

Rund 88 Prozent der Bevölkerung sind Anhänger des Theravada-(Hinayana-)Buddhismus, der Staatsreligion ist. Der Hinduismus übt einen wichtigen kulturellen und historischen Einfluss aus. Minderheitenreligionen sind Katholizismus, Islam und Mahayana-Buddhismus. Die Bergstämme sind Anhänger traditioneller Religionen.

Gesetzliche Feiertage sind der Tag der Befreiung (7. Januar), der Tag der Revolution (17. April) und der Tag der Front (2. Dezember). Sowohl das chinesische als auch das buddhistische Neujahrsfest werden begangen. Das buddhistische Neujahr liegt im April. Die Feiern dauern drei Tage. Vassa ist die Zeit des Monsuns, wenn die Mönche ihre Pilgerreisen unterbrechen und sich zu Meditation und Gebet in die Klöster zurückziehen. Während der letzten Septemberwoche, am Ende der Regenzeit, wird Pchum Ben, ein wichtiger buddhistischer Festtag, gefeiert. Dabei werden die Toten geehrt, und man bittet um die Errettung der eigenen Seele.

Der Lebensstandard der Bevölkerung ist sehr niedrig. Ein staatliches Sozialversicherungssystem existiert nicht, soziale Absicherung ist ausschließlich durch Familienbande möglich. Die Arbeitslosenquote weist eine hohe Zahl Unterbeschäftigter aus. Die medizinische Versorgung ist unzulänglich. Auf einen Arzt kommen 6 423 Einwohner, die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 57 Sterbefälle pro 1 000 Lebendgeburten.

"Kambodscha," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Einwohner aus Kambodscha
Einwohner aus Kambodscha. Bild E. Buchot
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