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Die Bevölkerung in Island
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Die Einwohnerzahl beträgt etwa 304 000 (2008). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 3 Einwohnern je Quadratkilometer. Island ist das am dünnsten besiedelte Land Europas. Der Großteil der isländischen Bevölkerung lebt an der Küste, der überwiegende Teil davon im Südwesten im Großraum Reykjavík. Die Bewohner Islands sind fast ausschließlich Nachkommen normannischer und keltischer Einwanderer. In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts setzte eine große Landflucht ein. Etwa 93 Prozent der Isländer leben heute in Städten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag der Anteil der Stadtbevölkerung noch bei 20 Prozent. Die Siedlungsgrenze liegt bei etwa 200 Metern über dem Meeresspiegel.

Die isländische Bevölkerung hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Diese liegt für Männer bei 78,4 Jahren und für Frauen bei 82,8 Jahren (2008). Der Anteil an Bürgern unter 15 Jahren ist mit etwa 25 Prozent im Vergleich mit anderen europäischen Ländern sehr hoch.

Die isländische Hauptstadt Reykjavík hat etwa 113 000 Einwohner. Die Stadt ist der wichtigste Hafen und Handelsplatz sowie industrieller und kultureller Mittelpunkt der Insel. Neben Reykjavík sind Akureyri an der Nordküste (16 300 Einwohner, ein Fischerei- und Industriezentrum), Kópavogur nahe Reykjavík (25 800), Hafnarfjördhur (22 000) und Keflavík (7 600) wichtige Städte.

Auf der kleinen Insel Heimaey vor der Südküste Islands liegt Vestmannaeyjar (4 600 Einwohner). Im südlichen Tiefland befindet sich Selfoss (4 300), ein wichtiges Dienstleistungszentrum der umliegenden Agrarregion und gleichzeitig die größte Gemeinde im Landesinneren von Island.

Die Amtssprache ist Isländisch, das zum nördlichen Zweig der germanischen Sprachen gehört. Das Isländische ist näher mit dem Altnordisch der ursprünglichen Wikingersiedler als mit den anderen skandinavischen Sprachen verwandt. Die meisten Isländer sprechen außerdem mindestens eine Fremdsprache. Staatskirche Islands ist die evangelisch-lutherische Isländische Nationalkirche, der etwa 93 Prozent der Bevölkerung angehören. Lutheranische Freikirchen, andere protestantische Gemeinschaften sowie Katholiken bilden kleinere Minderheiten.

Gesetzliche Feiertage sind Neujahr (1. Januar), Ostern (Donnerstag bis Montag), der Erste Sommertag (meist der dritte Donnerstag im April), Tag der Arbeit

stadt Island
Stadt in Island. Bild E. Buchot

(1. Mai), Christi Himmelfahrt, Pfingstsonntag und Pfingstmontag, Nationalfeiertag (17. Juni), Händlerfeiertag (erster Montag im August) und Weihnachten (24.-26. Dezember).

Island verfügt über ein umfassendes Sozialversicherungs- und Gesundheitssystem, das hauptsächlich vom Staat finanziert wird und die gesamte Bevölkerung versorgt. Über 40 Prozent der Ausgaben der Zentralregierung werden für das Gesundheitssystem ausgegeben. Die staatlichen medizinischen Einrichtungen können von der Bevölkerung kostenlos in Anspruch genommen werden. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,1 Prozent (2004). Island hat eine der niedrigsten Kindersterblichkeitsraten der Welt, sie beträgt 3 Sterbefälle pro Tausend Lebendgeburten (2008). Ein Arzt betreut im Durchschnitt 265 Einwohner. "Island," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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