Bergbau und Industrie in Südafrika
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Fotografien Südafrikas |
Südafrika ist sehr reich an Bodenschätzen. Die bedeutendsten davon sind Gold, Diamanten, Uran und Steinkohle. Bei der Förderung von Gold und Diamanten gehört Südafrika weltweit zu den führenden Ländern – beim Gold ist das Land an der Spitzenposition. Das gelbe Edelmetall wird hauptsächlich am Witwatersrand (besonders im Ballungsraum Johannesburg) abgebaut, wo sich in Tiefen zwischen 1 000 und 3 000 Metern das größte Goldlager der Welt erstreckt – es wurde 1886 entdeckt. Ebenfalls am Witwatersrand befindet sich eine weltweit bedeutende Uranerzlagerstätte. Im Nordosten zwischen Lesotho und Swasiland gibt es weitläufige und leicht ausbeutbare Kohlevorkommen. |
Ein weiteres Beispiel für den Reichtum an Bodenschätzen sind Diamanten. Die meisten Diamanten stammen aus den Diamantminen bei Kimberley, die im Jahr 1867 entdeckt wurden. Weitere in Südafrika vorkommende Rohstoffe sind Kupfer, Nickel, Asbest, Platin, Chromit, Fluorit, Phosphate, Vanadium, Zinn, Titan, Mangan und Eisenerze. |
Die Grundlage für Südafrikas exportorientierte Industrie liefert der Reichtum an Bodenschätzen. Eine besondere Rolle nimmt die verarbeitende Industrie ein. Wichtiger Industriestandort ist das Gebiet um die Bergbauregionen am Witwatersrand sowie einige Zentren entlang der Küsten (z. B. Kapstadt, Mossel Bay, Port Elizabeth, East London, Durban und Richards Bay). Zu den wichtigen Industriezweigen gehören u. a. Hüttenindustrie, Metall verarbeitende und chemische Industrie, Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie Textil- und Bekleidungsindustrie. Der Rand (Kürzel: R) mit 100 Cents ist die Währungseinheit Südafrikas, die von der South African Reserve Bank (gegründet 1920) ausgegeben wird. Die Börse von Johannesburg zählt zu den wichtigsten der Welt. |
Seit dem Beginn der neunziger Jahre übertreffen die Exporteinnahmen Südafrikas die Kosten für Importe bei weitem. Allein 1997 wurden Güter im Wert von 35 Milliarden US-Dollar exportiert und Waren für 28 Milliarden US-Dollar importiert. |
Bedeutende Exportgüter sind neben Rohstoffen Agrarprodukte, chemische Erzeugnisse, Maschinen und Fahrzeuge. Über 30 Prozent der ausgeführten Rohstoffe sind Diamanten und Edelmetalle. Südafrika importiert z. B. Maschinen- und Fahrzeugteile, chemische Zwischenprodukte und bestimmte Agrarprodukte. Zu den Haupthandelsnationen des Landes zählen u. a. die USA, Großbritannien, Deutschland, Japan sowie Italien und Frankreich. Die wichtigsten Arbeiterorganisationen in Südafrika sind der Congress of South African Trade Unions, der National Council of Trade Unions, die South African Confederation of Labour und die Federation of South African Trade Unions. |
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Kohleverflüssigungsanlage in Südafrika. Encarta |
Ende der siebziger Jahre wurden den Schwarzen Möglichkeiten zur Bildung von Gewerkschaften eingeräumt, und einige Gewerkschaften der Weißen nahmen auch Nichtweiße als Mitglieder auf. Viele Schwarze arbeiten als Zeitarbeiter in Fabriken und Bergwerken; einige von ihnen kommen aus den Nachbarländern. |
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Das Eisenbahnnetz, das alle wichtigen Zentren miteinander verbindet, ist fast ausschließlich in staatlicher Hand. 2006 wurden rund 20 200 Kilometer Eisenbahnstrecken unterhalten. Ferner verfügt Südafrika über ein Straßennetz von etwa 276 000 Kilometern. Die South African Airways als größte Fluggesellschaft, mehrere kleinere regionale sowie zahlreiche ausländische Fluggesellschaften bieten ihre Dienste an. Der größte Flughafen liegt in Johannesburg – weitere sind Kapstadt und Durban. Die wichtigsten Seehäfen sind Kapstadt, Mossel Bay, Port Elizabeth, East London, Durban, Saldanha und Richards Bay. Der in Südafrika erzeugte Strom stammt fast ausschließlich aus Wärmekraftwerken (2003: 93,68 Prozent). Dabei handelt es sich um Kohlekraftwerke. Südafrikas," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
Goldbergbau in Südafrika. Encarta |
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