Bergbau in Australien
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Fotografien Australien |
Die Bergbauindustrie, die lange Zeit eine bedeutende Rolle für das wirtschaftliche Wachstum Australiens spielte, ist auch für die zukünftige Entwicklung des Landes sehr viel versprechend. Die Entdeckung von Goldvorkommen in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts zog die erste große Einwanderungswelle nach sich und bewirkte so die Besiedlung inneraustralischer Gebiete. Heute fördert Australien die meisten ökonomisch bedeutenden Bodenschätze in ausreichenden Mengen zur Deckung des Eigenbedarfs und für den Export. Einige Bodenschätze können in so großen Mengen gefördert werden, dass das Land in diesen Bereichen eine Führungsrolle auf dem Weltmarkt einnimmt. In fast allen Bundesstaaten gibt es abbauwürdige mineralische Vorkommen, aber den größten Anteil an der gesamten Fördermenge (37 Prozent) hat Western Australia. Der Produktionswert von Kohle, Erdöl, Erdgas und Erzen wurde 1991 auf etwa 19 Milliarden US-Dollar geschätzt. Auf Erze entfallen etwa 42 Prozent der Gesamtfördermenge, wobei Gold und Eisenerz hier an vorderster Stelle stehen. Die wichtigsten mineralischen Rohstoffe, die in größerem Umfang gefördert werden, sind Steinkohle, Braunkohle, Bauxit, Kupfer, Gold, Eisenerz, Mangan, Nickel, Zink und Uran. |
Australien ist mit ungefähr 12 Prozent an der weltweiten Gesamtfördermenge von Gold beteiligt. Etwa 70 Prozent der australischen Fördermengen stammen aus Western Australia, insbesondere aus den Goldminen in der Nähe von Kalgoorlie. Das Gold wird vor allem nach Singapur, Japan, in die Schweiz und nach Hongkong exportiert. |
Nach der Entdeckung der riesigen Diamantfelder im Kimberleygebirge in Western Australia im Jahr 1979 ist Australien ausgehend vom Fördervolumen zum weltgrößten Lieferanten für Diamanten geworden und mit 36 Prozent an der Gesamtfördermenge der Welt beteiligt, wobei nahezu die gesamte Menge aus der riesigen Argylemine im Kimberleygebirge stammte. Bei Coober Pedy im Bundesstaat South Australia befindet sich das umfangreichste Opalabbaugebiet der Welt. Etwa 97 Prozent des in Australien geförderten Eisenerzes stammen aus der Region Pilbara in Western Australia. Eisenerzlagerstätten befinden sich jedoch auch in der Gegend von Iron Knob in South Australia, auf der Kakadu-Insel im Yampi-Sund vor der Küste von Western Australia, im Westen Tasmaniens und in Gippsland in Victoria. |
Fast die gesamte Fördermenge an Eisenerz wird exportiert. Australien ist heute Japans Hauptlieferant, hat sich aber auch mit China, Deutschland, Korea und Taiwan sehr wichtige Absatzmärkte erschlossen. Die Entdeckung und kommerzielle Nutzung von ungeheuren Bauxitvorkommen ermöglichte Australien in den achtziger Jahren (um 1984), zum weltweit größten Produzenten von Bauxit und aluminiumhaltigen Mineralen sowie zum viertgrößten Hersteller von Aluminium aufzusteigen. |
Die wichtigsten Förderstätten befinden sich südlich von Perth in Western Australia, auf der Kap-York-Halbinsel in Queensland und auf der Halbinsel Gove im Northern Territory. Wichtige Uranminen sind die Ranger-Mine und die Nabarlek-Mine im Northern Territory sowie Minen bei Olympic Dam in South Australia. Das gesamte Fördervolumen dient dem Export. Die Vorkommen von Steinkohle mit den damit verbundenen Industrien konzentrieren sich vor allem in New South Wales und Queensland, die jeweils mit etwa 47 Prozent an der australischen Kohlefördermenge beteiligt sind. Die in Victoria geförderte Braunkohle wird vor allem der Strom erzeugenden Industrie zugeführt. |
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Bergbau in Australien. Encarta |
Nickelerz wird in Kambalda, im Südosten von Kalgoorlie, bei Greensvale in Queensland und in der Musgrave-Grenzregion zwischen Western und South Australia sowie im Northern Territory abgebaut. Die wichtigsten Manganlagerstätten sind in Groote Eylandt im Northern Territory zu finden. Zwei Drittel der australischen Gesamtproduktion von Kupfer stammen aus der Region um den Mount Isa in Queensland. In der Gegend um Mount Lyall in Tasmanien und am Tennant Creek im Northern Territory befinden sich weitere Kupfervorkommen. Bedeutende Zinklagerstätten gibt es beispielsweise in Queensland, Tasmanien und New South Wales, wobei Broken Hill (New South Wales) bereits seit über einem Jahrhundert als einer der wichtigsten Produzenten von Zink und Blei dient. Für Australien bedeutende Öl- und Erdgasvorkommen befinden sich unterseeisch nahe der Küste Victorias (Gippsland-Schelf), dann unweit Carnarvons, vor der Küste von Port Hedland sowie nahe der Barrow-Insel – die letzten drei sind im Bundesstaat Western Australia. Die Rohölgesamtfördermenge betrug 2004 ungefähr 512 000 Barrel pro Tag. "Australien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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