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Geschichte von Frankreich : Der Aufstieg zur Großmacht
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Unter Ludwigs VII. Sohn und Nachfolger Philipp II. Augustus (1180-1223) begann Frankreichs Aufstieg zur Großmacht. Philipp konnte die Krondomäne nach Norden und Osten ausweiten und 1189 im Bund mit dem Sohn Heinrichs II., Herzog Richard von Aquitanien, dem späteren König Richard Löwenherz von England, Heinrich II. besiegen. Nach seiner Rückkehr vom 3. Kreuzzug (1190/91), auf dem er sich mit Richard entzweit hatte, brachte Philipp den Großteil von Richards französischem Besitz in seine Gewalt; bis 1199 hatte Richard jedoch fast seinen gesamten Besitz zurückerobert.

1202 erklärte Philipp Johann Ohneland, den Bruder und Nachfolger Richards, aller französischer Lehen für verlustig, und bis 1204 hatte er den gesamten englischen Besitz in Frankreich mit Ausnahme des Südwestens unter seine Herrschaft gebracht. 1214 besiegte er in der Schlacht bei Bouvines ein englisch-deutsches Heer unter Johann Ohneland und Kaiser Otto IV. und bewies damit nicht nur die Großmachtstellung Frankreichs, sondern entschied auch den deutschen Thronstreit zwischen Welfen und Staufern. Johann Ohneland musste sich endgültig geschlagen geben.

Unter Philipp wuchs die Krondomäne auf doppelte Größe an;

dies sowie eine äußerst effektive Verwaltung, d. h. auch ein höheres Steueraufkommen, setzten den König in die Lage, auf einer gesicherten finanziellen Basis, die ihm z. B. die Aufstellung von Söldnerheeren erlaubte, die Auseinandersetzungen vor allem mit seinem englischen Vasallen um die Macht in Frankreich aufzunehmen.

Philipps Sohn und Nachfolger Ludwig VIII. (1223-1226) eroberte 1224 das Poitou und 1226 im Rahmen der Albigenserkriege das Languedoc.

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Krönung Philipps II. Augustus
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