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Geschichte Finnlands : Entwicklung seit 1945 : Außenpolitik unter Paasikivi und Kekkonen
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Das Hauptaugenmerk der finnischen Außenpolitik nach dem 2. Weltkrieg lag auf der Wahrung der Unabhängigkeit Finnlands, einem strikten Neutralitätskurs und zugleich auf dem Aufbau gutnachbarschaftlicher Beziehungen zur Sowjetunion bei gleichzeitig freundschaftlichem Verhältnis zu den anderen skandinavischen Staaten.

Staatspräsident Juho Kusti Paasikivi (1946-1956) war der Initiator dieser außenpolitischen Linie, der so genannten Paasikivi-Linie. Sichtbare Erfolge der Paasikivi-Linie waren der Abschluss eines Freundschafts- und Beistandspakts mit der UdSSR 1948, der in der Folgezeit mehrmals verlängert wurde, die vorzeitige Rückgabe von Prokkala an Finnland 1956 sowie die Aufnahme Finnlands in die UNO und den Nordischen Rat 1955; die Reparationen an die Sowjetunion hatte Finnland in Form von Warenlieferungen bis 1952 vollständig beglichen.

Urho Kaleva Kekkonen, Ministerpräsident von 1950 bis 1956 und Staatspräsident von 1956 bis 1981, setzte die Paasikivi-Linie erfolgreich fort und prägte wie kein anderer die finnische Politik seit 1945.

Unter ihm etablierte sich Finnland im Kalten Krieg in einer vermittelnden und ausgleichenden Position zwischen Ost und West – auch im eigenen Interesse: Als neutraler Staat zwischen den Fronten konnte Finnland so seine freundschaftlichen Beziehungen zur Sowjetunion festigen und seine wirtschaftspolitischen Beziehungen zu Westeuropa vertiefen. Kekkonens Bemühen um einen Ausgleich zwischen West und Ost brachte schließlich auch den nicht zufällig so genannten Helsinki-Prozess in Gang, d. h. er initiierte die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.

Finnland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Juho Kusti Paasikivi
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