Geschichte der Vereinigten Staaten : Außenpolitik (1920-1932) der Vereinigten Staaten
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Fotografien USA |
Die Außenpolitik der Regierungen Harding, Coolidge und Hoover war einerseits isolationistisch, andererseits von einer expansionistischen Außenwirtschaftspolitik geprägt. Daneben waren die USA infolge des 1. Weltkrieges zum größten Gläubigerland der Welt geworden. Während des 1. Weltkrieges und in der unmittelbaren Nachkriegszeit hatten die USA den Alliierten Kredite in Höhe von insgesamt rund zehn Milliarden US-Dollar gewährt. Allerdings sahen sich die unter den Kriegsfolgen leidenden Schuldnerstaaten kaum in der Lage, die Forderungen mittelfristig zu begleichen, ohne die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in ihren jeweiligen Ländern noch weiter zu strapazieren. Politische und wirtschaftliche Stabilität in Mittel- und Westeuropa hielten die USA jedoch für eine wesentliche Voraussetzung für die Abwendung des gefürchteten Übergreifens des Bolschewismus von Sowjetrussland auf den Westen. |
Schwächstes Glied im von den USA anvisierten Bollwerk gegen den Bolschewismus war der ehemalige Kriegsgegner Deutschland, das extrem hohe Reparationszahlungen an die Alliierten zu leisten hatte, die Deutschlands wirtschaftliche Möglichkeiten bei weitem überstiegen und für erhebliche innenpolitische Unruhen in Deutschland sorgten. Daher handelten die USA den Dawesplan (1924) und den Youngplan (1930) aus, die die Rückzahlung der Kriegskredite neu regelten und vor allem für Deutschland einen vernünftigen, langfristigen Rahmen für die Begleichung der Reparationszahlungen festlegten. Im Interesse der politischen Stabilität initiierten die USA sogar internationale Anleihen für Deutschland. Trotz ihres isolationistischen Kurses und obwohl sie sich einer Mitgliedschaft im Völkerbund verweigert hatten, engagierten sich die USA in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren nachdrücklich für die internationale Abrüstung: |
Auf der Washingtoner Konferenz (1921/22) setzten sie sich u. a. für eine Beendigung des Flottenwettrüstens ein; auf der Genfer Konferenz (1927) suchten sie – erfolglos – mit Großbritannien und Japan eine Übereinkunft für weitergehende Abrüstung zu erzielen; auf der Londoner Konferenz (1930) kam erneut ein Abkommen zur Flottenbegrenzung zustande; die internationale Abrüstungskonferenz von Genf (1932-1934) scheiterte dann jedoch. Ein Versuch zur Sicherung des Weltfriedens war der Briand-Kellogg-Pakt von 1928, initiiert vom französischen Außenminister Aristide Briand und unterstützt von seinem amerikanischen Amtskollegen Frank B. Kellogg. Durch den Pakt, der zunächst von 15 Staaten unterzeichnet wurde, verpflichteten sich die Unterzeichner zur Ächtung des Krieges als Mittel der Politik und zur friedlichen Beilegung internationaler |
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Konflikte. Der US-Senat ratifizierte das Abkommen 1929. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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