Geschichte von Kolumbien : Eine Ära der Gewalt
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Fotografien Kolumbien |
Zwischen Gómez’ Wahl und Amtseinführung hatte eine neue Phase in der politischen Auseinandersetzung begonnen. Bewaffnete Guerillaeinheiten waren in vielen abgelegenen Landesteilen aktiv. Die Regierung erklärte daraufhin den Notstand und suspendierte die Sitzungsperiode des Kongresses für 1950. Kurz nach Gómez’ Amtseinführung kam ein Parteitag der Liberalen zustande, auf dem die Legitimität der Regierung bestritten wurde. |
Man warf ihr vor, die Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu unterdrücken. Der Parteitag endete mit dem Beschluss, die Wahlen weiter zu boykottieren. Im Februar 1953 legte die Konservative Partei einen neuen Verfassungsentwurf vor, der Kolumbien ein totalitäres Regime nach dem Muster Spaniens unter General Francisco Franco oktroyiert hätte. Liberale und gemäßigte Konservative bekämpften die neue Verfassung aufs schärfste, und als 1953 die Regierung Gómez von einer Militärjunta gestürzt wurde, billigten beide Parteien den Staatsstreich. General Gustavo Rojas Pinilla wurde provisorisch zum Präsidenten ernannt. |
Im August 1954 wählte ihn die verfassunggebende Versammlung für eine vierjährige Amtsperiode. |
Die Versammlung trat erst im Oktober 1956 wieder zusammen; in der Zwischenzeit regierte die Regierung per Dekret. Bei der Eröffnungssitzung kritisierten einige Delegierte offen die repressive Politik des Präsidenten Rojas Pinilla. Eine Welle gewalttätigen Protests gegen die Regierung folgte. Dennoch wurde Rojas Pinilla im Mai 1957 vom Kongress wieder gewählt. Die Öffentlichkeit reagierte mit Empörung, und wenige Tage später wurde der Präsident durch einen Militärputsch entmachtet. Die Liberale und die Konservative Partei einigten sich darauf, alle Regierungsposten für die Dauer von zwölf Jahren zu gleichen Teilen zu besetzen. Dieser Plan erhielt bei dem Referendum vom 1. Dezember 1957 die Billigung des Volkes, worauf er 1958 auf 16 Jahre ausgedehnt wurde. Der Bürgerkrieg zwischen den Anhängern der Liberalen und der Konservativen forderte in den Jahren von 1948 bis 1958 insgesamt über 200 000 Menschenleben. Kolumbien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 |
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Gustavo Rojas |
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