Geschichte Schottlands : Anglisierung Schottlands
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Fotografien Schottland |
Die Besteigung des Thrones durch Malcolm Canmore als König Malcom III. Macduncan im Jahr 1057 begründete ein neues Zeitalter in Schottland. Malcolm hatte in der langen Zeit seines Exils in England ein starkes Interesse an dessen Bräuchen und Traditionen entwickelt. Die Anglisierung seines Reiches wurde intensiviert und stark beschleunigt, als er sich im Jahr 1067 mit der englischen Prinzessin Margarete vermählte, die nach der normannischen Eroberung (1066) nach Schottland ins Exil geflüchtet war. Unter ihrem Einfluss als gläubige Katholikin wurden zahlreiche keltische Bräuche mit der katholischen Liturgie in Einklang gebracht. Der Einfluss Margaretes stieß bei vielen schottischen Clanführern auf Ablehnung, die sich nach Malcolms Tod zu einer Rebellion ausweitete. Margarete, ihr Stiefsohn Duncan (der spätere König Duncan II. von Schottland) und ihre englischen Berater wurden aus dem Land vertrieben. Mit Hilfe der Angeln und der Normannen konnte die Rebellion unter der Führung von Donald Bane, einem Bruder von Malcolm III., niedergeschlagen werden. 1097 bestieg Edgar, einer der sechs Söhne Malcolms und Margaretes, den schottischen Thron. |
Die Anglisierung Schottlands erhielt während der Herrschaft Edgars und später seiner Brüder Alexander I. und David I. neue Impulse. Unter diesen Monarchen, die von den religiösen Überzeugungen und kulturellen Ansichten ihrer Mutter stark beeinflusst waren, wurde das anglonormannische Lehnssystem in Schottland eingeführt. Die Umstrukturierung beschränkte sich zuerst auf Kirchenreformen, beeinflusste jedoch schrittweise alle Lebensbereiche. Keltische Glaubensgemeinschaften wurden unterdrückt, die schottischen Mönche wurden durch englische Kirchengelehrte ersetzt, zahlreiche Klöster wurden gegründet, und die keltische Kirche wurde in Übereinstimmung mit der katholischen Liturgie erneuert. |
Am Hof sprach man jetzt nicht mehr Gälisch, sondern Französisch, während Englisch vor allem in den Grenzregionen und weiten Teilen der Lowlands gesprochen wurde. Das traditionelle Landpachtsystem der Clans wurde während der Regierungszeit Davids I. abgeschafft. Stattdessen beanspruchte David I. den gesamten Grund und Boden Schottlands, von dem er vor allem im mittleren und südlichen Schottland große Teile der Herrschaft anglonormannischer und schottischer Adliger unterstellte und sich diese als loyale Kronvasallen sicherte. Ferner förderte er nicht nur die Handelsbeziehungen zu England und gewährte den schottischen Freistädten umfassende Rechte, sondern führte auch zahlreiche Reformen im Bereich der Rechtsprechung, Gesetzgebung und Verwaltung ein, die sich an englischen Vorbildern orientierten. "Schottland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 |
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David I. (von Schottland) |
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