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Geschichte der Vereinigten Staaten : Die Amtszeit Roosevelts – Zwischenkriegszeit und 2. Weltkrieg
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Die Überwindung der Folgen der Weltwirtschaftskrise war Franklin D. Roosevelts (1933-1945) zentrales innenpolitisches Anliegen. Mit dem New-Deal-Programm, das eine radikale Abkehr vom Wirtschaftsliberalismus seiner Vorgänger bedeutete, suchte er vor allem die Arbeitslosigkeit in den USA abzubauen und andere, aus der Weltwirtschaftskrise resultierende soziale Probleme zu lösen. Mittel hierzu waren eine Reihe umfassender staatlicher Maßnahmen wie Arbeitsbeschaffungsprogramme (siehe Work Projects Administration), Sozialversicherungsgesetze, Stärkung der Gewerkschaften, Hilfen für die landwirtschaftlichen Kleinbetriebe und auf der anderen Seite Initiativen gegen die Konzentrations- und Monopolisierungstendenzen in Industrie und Bankenwesen. Mit diesen und ähnlichen Maßnahmen schuf Roosevelt die Grundlagen für den modernen Sozialstaat in den USA. Während des New Deal erlebte auch die Arbeiterbewegung, nun organisiert in Industriegewerkschaften, wieder einen bemerkenswerten Aufschwung, nachdem etwa die größte Gewerkschaftsorganisation, die AFL, in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren einen spürbaren Mitgliederschwund hatte hinnehmen müssen. Einen Höhepunkt fand die wieder belebte Gewerkschaftsbewegung 1935 mit der Gründung des Dachverbands Committee for Industrial Organization, der sich 1938 als Congress of Industrial Organizations (CIO) konstituierte.

Außenpolitisch führte Roosevelt die expansionistische Wirtschaftspolitik weiter und baute vor allem im Interesse der US-amerikanischen Politik die wirtschaftlichen Beziehungen zu Süd- und Mittelamerika aus. Ansonsten stand Roosevelt mit seiner Außenpolitik zumeist in Konflikt mit dem Kongress: Der Kongress befürwortete eine Fortsetzung des isolationistischen Kurses und verabschiedete u. a. in den Jahren 1935 bis 1937 einige Gesetze, die die USA zur Neutralität verpflichten und ihre neuerliche Verwicklung in einen europäischen oder gar globalen Konflikt verhindern sollten. Roosevelt dagegen plädierte angesichts des Erstarkens der faschistischen Mächte Deutschland, Italien und Japan für eine aktive Außenpolitik, in deren Vordergrund die Verteidigung bzw.

Durchsetzung der wirtschaftlichen, politischen und moralischen Werte und Interessen der USA stand. Wesentliche außenpolitische Entscheidungen in den Vorkriegsjahren waren 1933 die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion und 1934 der Beginn der schrittweisen Entlassung der Philippinen in die Unabhängigkeit.

"Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Franklin D. Roosevelt
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