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Kardinal Mazarin


Jules Mazarin
Jules Mazarin

Für den minderjährigen König Ludwig XIV. (1643-1715) führte Kardinal Mazarin als leitender Minister die Staatsgeschäfte. Er setzte die von seinem 1642 verstorbenen Vorgänger Richelieu betriebene Politik im Inneren und Äußeren nahtlos fort. Im Westfälischen Frieden 1648 erreichte er von den Habsburgern die Abtretung ihrer Besitzungen im Elsass, und im Pyrenäenfrieden 1659, der den langwierigen Krieg zwischen Frankreich und den spanischen Habsburgern beendete, erhielt er für Frankreich das Artois und Teile Flanderns sowie das Roussillon; außerdem wurde die Vermählung Ludwigs XIV. mit Maria Theresia, der Tochter König Philipps IV. von Spanien, beschlossen. Der Pyrenäenfrieden markierte den Beginn des Niedergangs Spaniens als europäischer Großmacht und den Aufstieg Frankreichs zu einer Vormachtstellung in Europa.

Im Inneren war Mazarin um die Festigung des absolutistischen Königtums bemüht. In den Jahren 1648 bis 1653 erhob sich in den Aufständen der Fronde vor allem der Hochadel gegen die absolutistische Herrschaft Mazarins, aber auch das Parlament von Paris (das Pairsgericht, die einzige Kontrollinstanz des Adels gegenüber dem König) und das mit der drückenden Steuerlast unzufriedene Volk.

Die Aufstände wurden niedergeschlagen bzw. brachen aufgrund innerer Auseinandersetzungen von selbst zusammen. Aus den Aufständen der Fronde ging das Königtum gestärkt hervor; zudem hinterließen sie einen tiefen Eindruck auf den jungen König und überzeugten ihn von der Notwendigkeit einer starken Zentralgewalt. Nach Mazarins Tod 1661 übernahm Ludwig XIV. persönlich die Regierungsgeschäfte.

Außenpolitisches Ziel Ludwigs XIV. war es, Frankreich als Hegemonialmacht in Europa zu etablieren. Zu diesem Zweck führte er drei Eroberungskriege: Der Devolutionskrieg (1667/68) brachte ihm einige wichtige Festungen an der französischen Nordostgrenze ein; durch den Niederländisch-Französischen Krieg (1672-1679) gewann er weitere Festungen in den Spanischen Niederlanden sowie die Franche-Comté; nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) musste Ludwig erstmals einen Verlustfrieden hinnehmen: u. a. musste er die durch die Reunionen (1679-1681) besetzten Reichsgebiete bis auf Straßburg und das Elsass wieder herausgeben. Frankreichs Gegner waren dabei nach wie vor die Habsburger bzw. verschiedene europäische Allianzen unter Einschluss der Habsburger (Augsburger Allianz, Große Allianz), deren Hauptanliegen die Aufrechterhaltung des von Frankreich bedrohten Gleichgewichts war.

Ludwig XIV. im Holländischen Krieg
Ludwig XIV. im Holländischen Krieg

Am Ende des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1713/14) musste Ludwig zwar das Scheitern seiner Hegemonieansprüche gegen die Gleichgewichtspolitik der anderen europäischen Mächte, allen voran England, anerkennen, aber er erreichte die internationale Bestätigung seines Enkels Philipp von Anjou als Philipp V. auf dem spanischen Thron (die spanischen Nebenländer in den Niederlanden und Italien gingen jedoch an Österreich).

Nach Mazarins Tod berief Ludwig Jean-Baptiste Colbert zum Finanz- später auch zum Marineminister. Nach den Prinzipien des Merkantilismus reorganisierte Colbert Steuer- und Zollwesen, sanierte den Staatshaushalt, förderte und regulierte nach den Erfordernissen des Staates Handel und Gewerbe, errichtete zahlreiche Manufakturen, leitete umfangreiche öffentliche Baumaßnahmen in die Wege und baute eine schlagkräftige Kriegsmarine auf (die allerdings 1692 von den vereinten Engländern und Niederländern vernichtet wurde). Zudem festigte er das französische Kolonialreich in Amerika. Zwar erreichten die Staatseinnahmen nie gekannte Höhen; einer nachhaltigen Sanierung der Finanzen durch Colbert wirkten aber Ludwigs aufwendiger Lebensstil und vor allem seine zahlreichen Kriege entgegen.

Zur Sicherung seines absolutistischen Königtums nach innen und außen und zur Durchsetzung seines Hegemonieanspruches baute Ludwig ein großes stehendes Heer auf – das größte in Europa. Im Interesse der konfessionellen und vor allem auch der staatlichen Einheit hob er 1685 das Edikt von Nantes auf und beraubte somit die Hugenotten aller Sonderrechte. Zehntausende Hugenotten sahen sich zur Auswanderung gezwungen – was der Wirtschaft erheblichen Schaden zufügte.

Unter Ludwig XIV. erlebte Frankreich eine kulturelle Blütezeit, die absolutistische Herrschaftsform und ihre Prachtentfaltung hatten Vorbildcharakter für ganz Europa. Auf der anderen Seite führten die vielen Kriege, die die Finanzen und die Wirtschaft Frankreichs zerrütteten, am Ende aber wenig einbrachten, das Land an den Rand des Staatsbankrotts; breite Bevölkerungsschichten verarmten und waren von Hungersnöten bedroht. Das absolutistische Königtum französischer Ausprägung verlor gegen Ende der Regierungszeit Ludwigs rapide an Ansehen, zumal Ludwig es versäumt hatte, dringend notwendige Reformen in Staat und Gesellschaft durchzuführen. "Frankreich" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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