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Geschichte der Vereinigten Staaten : Der Kalte Krieg
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Bereits auf der Potsdamer Konferenz im Juli/August 1945, auf der sich die USA, Großbritannien und die Sowjetunion auf die endgültige Behandlung Deutschlands einigten, traten zunehmende Unstimmigkeiten und Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion zutage, die sich bald zum Ost-West-Konflikt und zum Kalten Krieg ausweiteten.

Innenpolitisch war die Nachkriegszeit in den USA von der Umstellung der Wirtschaft von der Kriegswirtschaft auf die Friedenswirtschaft geprägt. Die Kriegswirtschaft hatte in den USA zur Vollbeschäftigung geführt und den USA ein beispielloses Wirtschaftswachstum beschert; nach Kriegsende sahen sich Staat und Wirtschaft mit einem wirtschaftlichen Einbruch, gravierenden Umstellungsschwierigkeiten und, damit einhergehend, sozialen Problemen konfrontiert; zudem mussten Millionen Kriegsteilnehmer wieder eingegliedert werden. Die begleitenden Maßnahmen zur Umstellung der Wirtschaft stellte die Regierung Truman in einem 21-Punkte-Programm mit folgenden Schwerpunkten zusammen: Vollbeschäftigung, Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, massive Bundesunterstützung des Wohnungsbaues, größere Arbeitslosenunterstützung, fortgesetzte Preiskontrollen, Bundeshilfen für das Bildungswesen, Garantie der Bürgerrechte, höhere Mindestlöhne und Fortsetzung der Entwicklungs- und Wiederaufbauprogramme. Ungeachtet der innenpolitischen Probleme behielten die USA ihre dominante Rolle in der Weltpolitik bei. Eine der diplomatischen Hauptfragen war der Umgang mit Atomenergie und Atomwaffen.

Die USA legten 1946 den so genannten Baruchplan vor (benannt nach dessen Initiator, dem US-Wirtschaftspolitiker Bernard M. Baruch), dem zufolge Atomenergie und Atomwaffen internationaler Kontrolle (UN-Kontrolle) unterstellt werden sollten. Die Sowjetunion bestand demgegenüber auf der Vernichtung der bestehenden Atomwaffen vor oder spätestens bei In-Kraft-Treten der internationalen Kontrolle. Am Ende scheiterten beide Vorschläge. 1946 ging in den USA die Zuständigkeit für Atomangelegenheiten vom Militär auf die zivile Atomenergiebehörde über. Das Nationale Sicherheitsgesetz von 1947 führte die US-Streitkräfte unter einem Verteidigungsminister und dem Vereinigten Generalstab zusammen. Mit dem Gesetz wurde auch der Nationale Sicherheitsrat zur Ausarbeitung und Steuerung der US-Verteidigungspolitik eingesetzt sowie der Geheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) zur Sammlung und Auswertung strategischer Informationen aus dem Ausland.

Seit 1946 verfolgten die USA nach außen die Politik des Containments, durch die die mutmaßliche oder tatsächliche ideologisch-politische Expansion der Sowjetunion eingedämmt werden sollte. Im März 1947 verkündete Präsident Truman im Rahmen der Containment-Politik und vor dem Hintergrund des Griechischen Bürgerkrieges die so genannte Truman-Doktrin, in der er allen „freien Völkern” die Unterstützung der USA gegen Druck von außen zusagte und mit der er vor allem die strategisch wichtigen Staaten Griechenland und die Türkei meinte, die er von der Sowjetunion bedroht sah. Die wichtigste, die Containment-Politik flankierende Maßnahme war der Marshallplan von 1947, in dessen Rahmen mit umfangreicher finanzieller und materieller Unterstützung seitens der USA der wirtschaftliche Wiederaufbau Westeuropas forciert wurde.

Ebenfalls 1947 weiteten die USA ihre Containment-Politik auf die gesamte westliche Hemisphäre aus: Mit 17 weiteren Staaten des amerikanischen Kontinents schlossen die USA den Rio-Pakt zur gegenseitigen Verteidigung und Unterstützung im Fall einer Aggression durch einen amerikanischen oder nichtamerikanischen Staat. 1948 beteiligten sich die USA an der Gründung der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), die u. a. Streitigkeiten zwischen amerikanischen Staaten beilegen sollte.

Die UdSSR antwortete auf die Truman-Doktrin und den Marshallplan u. a. 1947 mit der Gründung einer neuen Kommunistischen Internationale, der Kominform, die die Sowjetunion vor allem als außenpolitisches Instrument nutzte, um die mittel- und osteuropäischen Staaten ihres Einflussbereiches unter ihre Kontrolle zu bringen. Ebenfalls 1947 waren in Deutschland die Britische und die Amerikanische Besatzungszone zur Bizone zusammengelegt worden. Im Juni 1948 verabschiedeten in London die drei westlichen Siegermächte sowie die Beneluxstaaten die so genannten Londoner Empfehlungen, in denen sie die Errichtung eines föderalistischen deutschen Staates auf dem Boden der westlichen Besatzungszonen anrieten. In Reaktion auf diese Übertretung der Beschlüsse von Jalta und Potsdam verließ die Sowjetunion den Alliierten Kontrollrat und leitete Schritte zur Gründung eines von der

Luftbrücke nach Berlin
Luftbrücke nach Berlin
Sowjetunion abhängigen ostdeutschen Staates auf dem Boden der Sowjetischen Besatzungszone ein. Die sukzessive zunehmenden Spannungen eskalierten, als die drei Westmächte am 20./21. Juni 1948 in ihren Besatzungszonen und in ihren Sektoren des gemeinsam verwalteten Berlins die Währungsreform durchführten. In Reaktion auf die Währungsreform unterbrach die Sowjetunion am 24. Juni 1948 den gesamten Personen- und Güterverkehr von und nach Westberlin (Berliner Blockade), um die Westmächte zumindest zur Rücknahme der Währungsreform in Berlin zu zwingen. Die britischen und amerikanischen Besatzungsbehörden bauten daraufhin ein Lufttransportsystem zur Versorgung der Westsektoren Berlins auf, die Berliner Luftbrücke. Am 12. Mai 1949 beendete die Sowjetunion offiziell die Blockade, ohne ihr Ziel erreicht zu haben. Unterdessen hatte in den drei Westzonen der Parlamentarische Rat auf der Grundlage der von den Westmächten gebilligten Frankfurter Dokumente das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verabschiedet. Im April 1949 hatten die USA, Kanada und zehn weitere westliche Staaten einen Sicherheits- und Beistandspakt unterzeichnet und damit die NATO ins Leben gerufen. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta
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