Geschichte der Vereinigten Staaten : Der 2. Weltkrieg
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Fotografien USA |
Seit Beginn des 2. Weltkrieges im September 1939 unterstützten die USA die europäischen Alliierten gegen die Achsenmächte. Ende 1939 nahm der Kongress teilweise die Embargobestimmungen in den Neutralitätsgesetzen zurück, so dass Frankreich und Großbritannien mit Rüstungsgütern beliefert werden konnten. Im September 1940 gaben die USA 40 ausgediente Zerstörer an Großbritannien ab und erhielten im Gegenzug langfristige Pachtverträge für Marine- und Luftwaffenstützpunkte auf britischem Territorium. 1940 intensivierten die USA die Verteidigungsanstrengungen auf dem gesamten amerikanischen Kontinent: 1940 bewilligte der Kongress Kredite an Lateinamerika für Verteidigungszwecke; und die USA und Kanada fanden sich im Ständigen Gemeinsamen Ausschuss zur Organisierung der Verteidigung Nordamerikas zusammen. Für das eigene Land bewilligte der Kongress 18 Milliarden US-Dollar für den Aufbau einer schlagkräftigen Kriegsmarine und den Aufbau eines 1,2 Millionen Mann starken Heeres. Darüber hinaus wurden im September 1940 das erste Wehrpflichtgesetz zu Friedenszeiten sowie Gesetze zur Mobilisierung der Wirtschaftsressourcen für einen möglichen Krieg verabschiedet. |
Im März 1941 passierte das Lend-Lease-Gesetz den Kongress. Damit war der Präsident ermächtigt, den Alliierten ohne sofortige Bezahlung Kriegsgüter zu verkaufen, verleihen oder zu verpachten. Mit der Atlantikcharta kündigte sich bereits im August 1941 das enge angloamerikanische Bündnis an, das im weiteren Verlauf zentrale Bedeutung erlangen sollte. Die Charta hatten Roosevelt und der britische Premierminister Sir Winston Churchill gemeinsam erstellt. 1941 war auch das Jahr heftigster Kontroversen in den gesamten USA zwischen den Isolationisten, die strikt gegen den Kriegseintritt der USA und die Unterstützung Großbritanniens waren, und den Interventionisten, die einen Sieg über die Achsenmächte als grundlegend für die Sicherheitsinteressen der USA erachteten. |
Die Debatte zwischen Isolationisten und Interventionisten endete abrupt mit dem japanischen Überfall auf den US-Marinestützpunkt Pearl Harbor (Hawaii) am 7. Dezember 1941: Am 8. Dezember 1941 erklärten die USA Japan den Krieg, und am 11. Dezember folgten die Kriegserklärungen Deutschlands und Italiens an die USA. Mit ihrem Eintritt in den 2. Weltkrieg übernahmen die USA sogleich auch eine führende Rolle im Kreis der Alliierten, sowohl was Menschen- und Materialeinsatz anbelangte als auch in Bezug auf die militärische und politische Koordination der Alliierten gegen die Achsenmächte. Durch ihre Einsätze in Europa, insbesondere in Italien sowie durch die Landung in der Normandie 1944 und den darauf folgenden, mit der Sowjetunion koordinierten Vorstoß auf Deutschland, trugen die USA entscheidend zum Sieg über das nationalsozialistische Deutschland bei. |
Roosevelts Kriegsziel war die Niederwerfung und die bedingungslose Kapitulation der Achsenmächte, allen voran Deutschlands. Auf einer ganzen Reihe von Konferenzen mit den Alliierten, insbesondere mit dem britischen Premierminister Churchill und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Jossif W. Stalin, verständigte er sich mit seinen Verbündeten auf dieses Ziel und traf Absprachen über die gemeinsame politische und militärische Vorgehensweise gegenüber den Achsenmächten. Wichtige Konferenzen waren die von Casablanca im Januar 1943 mit Churchill, auf der das gemeinsame Kriegsziel formuliert und die Invasion in Italien vorbereitet wurde; die Konferenz von Kairo im November 1943, auf der sich Roosevelt, Churchill und der chinesische Staatschef Chiang Kai-shek auf Kriegsziele und -führung gegen Japan verständigten; die Konferenz von Teheran im November/Dezember 1943, an der neben Roosevelt und Churchill erstmals auch Stalin teilnahm und auf der man sich auf das weitere militärische Vorgehen gegen Deutschland einigte sowie auch schon auf eine Aufteilung Deutschlands; |
die Jalta-Konferenz im Februar 1945, auf der Roosevelt, Churchill und Stalin die Aufteilung Deutschlands sowie die Westverschiebung Polens festschrieben und zugleich die Pläne zur Gründung der Vereinten Nationen (UN) konkretisierten. Auf weiteren Konferenzen wurden dann die Grundlagen für den Aufbau der UN und anderer Formen weltweiter Zusammenarbeit nach dem Krieg gelegt. Für die geplante Nachkriegsordnung hervorzuheben sind zudem die Konferenzen von Bretton Woods (New Hampshire) im Juli 1944 und Dumbarton Oaks (Washington D.C.) von April bis Oktober 1944. Nach dem Tod Roosevelts am 12. April 1945 übernahm Vizepräsident Harry S. Truman (1945-1953) die Nachfolge. |
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Angriff auf Pearl Harbor |
Seine Hauptaufgaben als Präsident waren die Beendigung des Krieges und die Sorge um eine Weltfriedensordnung. Am 8./9. Mai 1945 kapitulierte Deutschland vor den Alliierten, während die US-Streitkräfte auf dem pazifischen Kriegsschauplatz noch gegen Japan vorrückten. In einer Atmosphäre der Friedenshoffnungen tagte im Juni 1945 in San Francisco eine internationale Konferenz, die die Charta der Vereinten Nationen erarbeitete; am 26. Juni 1945 unterzeichneten 50 Staaten, darunter auch die USA, die Charta und vollendeten damit die Gründung der UN. Im August 1945 gab Truman den Befehl zum Atombombenabwurf auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Die beiden Bomben fielen am 6. und 9. August 1945, die Kapitulation Japans erfolgte am 14. August. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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