Neue Geschichte Griechenlands : Der 2. Weltkrieg (1940-1944)
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Fotografien Griechenland |
Aufgrund der Bedrohung, die von der italienischen Besetzung Albaniens im April 1939 ausging, gab Großbritannien eine Garantieerklärung für Griechenland ab. Dennoch fielen am 28. Oktober 1940 italienische Truppen von Albanien aus in Nordgriechenland ein. Metaxas hatte zuvor ein Ultimatum Mussolinis mit dem legendären „Ochi” (Nein) beantwortet. Die innenpolitisch zerstrittene griechische Nation sammelte sich nun um den Diktator Metaxas. Die griechische Armee schlug die Italiener, ging zur Gegenoffensive über und besetzte ein Drittel Albaniens. |
Aufgrund der militärischen Niederlage Mussolinis entschloss sich Adolf Hitler zu einem von deutscher Seite nicht geplanten Krieg. Der Balkanfeldzug gegen Griechenland und Jugoslawien begann am 6. April 1941 und führte innerhalb von drei Wochen zur Kapitulation der griechischen Armee. König Georg II. floh mit der Regierung ins Exil. Der größte Teil des Landes wurde italienisch besetzt. West-Thrakien kam an Bulgarien, das sofort mit der Bulgarisierung (Vertreibung von 90 000 Griechen, Ansiedlung von 120 000 Bulgaren) begann. Die deutsche Wehrmacht besetzte die strategisch wichtigen Landesteile: Westkreta, den Großraum Athen-Piräus, einige Ägäis-Inseln, Griechisch-Makedonien mit der Hafenstadt Thessaloniki sowie die Grenzregion zwischen der bulgarischen Besatzungszone und der Türkei. Griechenland wurde in den nationalsozialistischen „Großraum Südost” eingegliedert und rücksichtslos ausgeplündert (Erze, Öl, Tabak). |
Eine Missernte, Konfiszierungen der Besatzungsmächte und die britische Seeblockade führten im Winter 1941/42 zu einer Hungerkatastrophe mit 100 000 Toten. |
Gegen die Besatzung durch die Achsenmächte formierten sich mehrere republikanische und royalistische Widerstandsbewegungen. Weitaus am erfolgreichsten war die Nationale Befreiungsfront (Ethnikon Apeleftherotikon Metopon, EAM), in der sich mehrere Linksparteien und einige bürgerliche Gruppen zusammengeschlossen hatten und in der die Kommunistische Partei im Laufe des Krieges die Führung übernahm. Der militärische Arm der EAM, die 1942 gegründete Griechische Befreiungsarmee (Ethnikos Laikos Apeleftherotikos Stratos, ELAS), kontrollierte schon bald große Teile des Landes. Zwischen der ELAS und der bürgerlich-royalistischen Widerstandsgruppe EDES (Ethnikos Demokratikos Ellenikos Syndesmos, Nationaldemokratische Griechische Liga) kam es ab 1943 zu blutigen innergriechischen Auseinandersetzungen, in denen sich der kommende Bürgerkrieg abzeichnete. Das deutsche Besatzungsregime verschärfte sich nach der Kapitulation Italiens am 3. September 1943. Deutsche Truppen besetzten die bisherige italienische Okkupationszone. Um den griechischen Widerstand zu ersticken, verübten SS und Wehrmacht Geiselerschießungen und Massaker an der Zivilbevölkerung, denen etwa 50 000 Menschen zum Opfer fielen (Kalavryta, Distomo, Komeno u. a.). |
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Foto von Griechenland. Bild E. Buchot |
Die deutschen Behörden deportierten 60 000 sephardische Juden aus Griechenland in die Vernichtungslager. Nur 20 Prozent der griechischen Juden überlebten den Holocaust. |
Aufgrund des militärischen Erfolges der ELAS verständigten sich Vertreter der Exilregierung und weitere bürgerliche Politiker im Mai 1944 im Libanon auf die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit unter dem bürgerlichen Liberalen Georgios Papandreou. Über die künftige Staatsform sollte nach dem Krieg ein Referendum durchgeführt werden. Nach Einmarsch der sowjetischen Roten Armee in Rumänien und Bulgarien zog sich die deutsche Heeresgruppe Südost bis November 1944 aus Griechenland zurück. Nur auf Kreta hielt sich eine Einsatzgruppe bis zur Kapitulation 1945. "Griechenlands," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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